Ganz schön extrovertiert: Allrad-Star Ford Focus RS bekommt mehr Tiefgang

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Schon bei der ersten Ankündigung konnte man es deutlich erkennen: Der Ford Focus RS würde eines der begehrtesten Hothatches im 300-PS-Segment werden. Auch die Bekennung seines Urhebers zum permanenten Allrad ließ den Hype keineswegs abreißen – sogar ganz im Gegenteil.

Eine Rakete zum Verlieben: Der Ford Focus RS hat nicht nur 350 PS im Gepäck, sondern auch reichlich Tuningpotenzial.

Eine Rakete zum Verlieben: Der Ford Focus RS hat nicht nur 350 PS im Gepäck, sondern auch reichlich Tuningpotenzial.

Der Ford Focus RS weiß sich zu verkaufen

In der dritten Generation hat man die Fans dieser Rennsemmel besonders lang auf die Folter gespannt: Ganze fünf Jahre durfte man vom Auslauf seines Vorgängers bis hin zum neuen Ford Focus RS MK3 warten und zittern. Doch das Warten wurde mehr als belohnt: Satte 350 PS verliehen die Kölner der Sportversion ihres Kompaktmodells – genauso viel wie damals dem Sondermodell Focus RS 500.

Was er vorne reinsaugt, lässt er hinten wieder raus: Der 2.3-Ecoboost-Motor generiert im Ford Focus RS einen gesund sportlichen Klang.

Was er vorne reinsaugt, lässt er hinten wieder raus: Der 2.3-Ecoboost-Motor generiert im Ford Focus RS einen gesund sportlichen Klang.

Ausgestattet mit einem modernen 2.3-Ecoboost-Benziner, dreht der Ford Focus RS wie gewohnt schnell auf: In 4,7 Sekunden steht die Tachonadel bereits bei Tempo 100, was nicht zuletzt dem permanenten Allradantrieb zu verdanken ist. Die Vmax ist mit 266 Km/h zudem ebenfalls üppig bemessen, wenn auch nicht das Maß der Dinge.

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Besonders punkten darf der Ford Focus RS nämlich vor allem durch seine ausgezeichneten Handlingeigenschaften: Mit einer zusätzlichen Sperrwirkung von bis zu 100 Prozent sowohl für die Vorder- als auch die Hinterachse werden herrschende Kräfte nahezu perfekt verteilt. Der elektronisch wählbare Drift-Modus macht folglich scharfe Kurven und Trackdays zum wahren Vergnügen – ist aber bei zu starkem Übersteuern auch mit Vorsicht zu genießen. Mithilfe der Launch Control geht’s zudem schon ab der ersten Zehntelsekunde mächtig zur Sache.

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Wohl nicht umsonst war Rallye-Star Ken Block bei der Entwicklung und Ausrichtung des Ford Focus RS maßgeblich beteiligt. Seine Motorsportqualität zeichnet sich ebenfalls dadurch aus, dass der Kölner lediglich als Handschalter zu ordern ist.

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Standfestigkeit durch mehr Tiefgang

Wo Kurvenhandling gefragt ist, darf natürlich auch das richtige Fahrwerk nicht fehlen. An dieser Stelle sorgt somit nicht allein der Hersteller für ultimativen Fahrspaß, sondern auch die verfügbaren Upgrades für den Ford Focus RS von ST suspensions.

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Allen voran bietet sich hier das ST-XTA-Gewindefahrwerk an, welches dem Kompaktsportler eine Tieferlegung von bis zu 55 Millimeter ermöglicht. Zudem will man mit den neuen Komponenten sowohl maximale Performance als auch einen verbleibenden Alltagsfahrkomfort ermöglichen. Dazu kann die Dämpfung des am Ford Focus RS nachrüstbaren Fahrwerks mit wenigen Handgriffen sanfter oder straffer eingestellt werden.

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Durch verkürzte Dämpfergehäuse bleibt zudem ein größerer Federweg erhalten, um alltägliche Fahrten auf unsanftem Asphalt besser zu meistern. Für die ultimative Kurvenperformance sorgen derweil die obligatorisch mitgelieferten Aluminium-Unibal-Stützlager. Diese werden an der Vorderachse des Ford Focus RS montiert und ermöglichen eine nachträgliche Sturzeinstellung, um auch bei zwischenzeitlicher Schieflage eine gesunde Auflagefläche zu behalten – ein Pluspunkt, den die Serienversion nicht mit sich bringt.

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Spurverbreiterungen für den Ford Focus RS

In der richtigen Farbwahl und mit einer gewaltigen Tieferlegung, wie es das ST-XTA-Gewindefahrwerk ermöglicht, sieht der Ford Focus RS bereits gewaltig gut aus. Für den optischen Feinschliff bietet es sich womöglich aber an, die Radhäuser noch etwas auszufüllen – und zwar mit einem breiteren Spurstand. Die Serie hält sich hier noch etwas zurück, weshalb ST suspensions auch hier etwas passendes im Programm hat.

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Mit den ST-DZX-Distanzsscheiben hat der Fahrer die Qual der Wahl: Zwischen 10 und 30 Millimetern kann die Spur der Achsen beim Ford Focus RS erweitert werden. Dafür tragen Scheiben in den Distanzen 5, 12,5 und 15 Millimeter Sorge. Die beiliegenden Adapter gewähren eine optimale Radzentrierung, zudem verhindert ein Verbundwerkstoff Korrosionsschäden an der Radnabe des Sportwagens.

Fotos: ST suspensions

About author

Philip Hünteler

ist leitender Redakteur des Online-Automagazins Tuning-Stories.de, zudem schreibt er lebhafte Reportagen und Testberichte für AUTOTUNING.DE. Sein Herz schlägt vor allem für Fabrikate von Audi, BMW und Porsche.

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