Spurtreu und kurvenfreudig – neue Gewindefahrwerke für den Golf 7 GTE

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Alles was mit dem Kürzel GT in Verbindung gebracht wird, klingt erst einmal nicht unsportlich. Als GTI ist bei Volkswagen seit Ewigkeiten der Golf für Fahrspaß bekannt, seine Abwandlung als GTD fand etwas später auch als Selbstzünder ihren Weg. Doch seit kurzem prangt ein neues Kürzel an der Hybrid-Version des Kassenschlagers: Wie steht es da eigentlich um den VW Golf GTE? Und wie lässt er sich noch sportlicher auslegen?

Die LED-Lichtbänder im C-Design stechen beim VW Golf GTE besonders hervor.

Die LED-Lichtbänder im C-Design stechen beim VW Golf GTE besonders hervor.

Leistung mit System: Der VW Golf GTE bringt’s auf 204 PS

Wie man es von hybriden Fahrzeugen kennt, arbeiten Elektro- und Verbrennungsmotor auch beim VW Golf GTE Hand in Hand. Der TSI-Benziner schöpft aus seinen 1.4 Litern Hubraum bereits 150 Pferde, kombiniert mit einem geräuschlosen E-Motor, der separat bis 102 PS aufbringen kann. Zusammen generiert das Duo geschmeidige 350 Nm Drehmoment (vergleichbar mit dem Basis-GTI) sowie 204 System-PS.

Auf den ersten Blick nimmt sich der VW Golf GTE nicht allzu viel Extravaganz heraus.

Auf den ersten Blick nimmt sich der VW Golf GTE nicht allzu viel Extravaganz heraus.

Damit lässt sich aus dem Stand ein Sprint auf Tempo 100 binnen 7,6 Sekunden hinlegen. Seine gut 1,6 Tonnen Leergewicht machen dem VW Golf GTE dabei aber etwas zu schaffen, genügen dem GTI für die gleiche Disziplin doch glatte 6,5 Sekunden – wohlgemerkt mit rund 300 Kilo weniger auf den Blechen. An sportlichem Dasein mangelt es dem GTE dennoch nicht. Ein Topspeed von 217 Km/h sowie eine maximale Reichweite von über 900 Km machen ihn zu einem durchaus liebenswerten Begleiter.

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Flüsterleise Vs. GTI-schnell: Der Plug-in-Hybrid kann beides

Der Fahrer des VW Golf GTE kann nach Lust und Laune zwischen betont sportlich (GTE-Modus) oder auch Schleichgang (E-Modus) per Knopfdruck wählen. Mit der richtigen Kombination kann man laut Hersteller mit unter zwei Litern Superbenzin auskommen. Für den Stadtverkehr genügt der Akku mit seinen 8,7 kWh zudem allemal, bis zu 50 Kilometern sind an elektrischer Reichweite möglich.

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Wer im richtigen Boost unterwegs sein möchte (und das ist natürlich alles andere als abwegig), wird bei Distanz und Verbrauch markante Abstriche machen müssen. Mit seinem ab Werk bereits sportiv ausgelegten Fahrwerk, bringt der VW Golf GTE aber auch in Serie Freude bei der Ausfahrt. Etwas abschreckend gestaltet sich lediglich der Preis von knapp 37.000 Euro, welcher nicht mehr weit entfernt vom Golf R entfernt liegt.

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Mehr Fahrspaß kommt mit dem richtigen Fahrwerk auf

Wer sich dennoch für den VW Golf GTE und sein sportliches Design entscheidet, vermag vielleicht auch für das letzte Quäntchen Fahrspaß ein paar Euro draufzulegen. Seit kurzem hat der Ausrüster KW automotive speziell für den GTE sein Produktportfolio erweitert. Sowohl die Varianten 1 bis 3 wie auch das adaptive DDC plug&play Gewindefahrwerk stehen zur Auswahl.

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Für den Einstieg lohnt sich das KW Fahrwerk V1, welches mit einem festkonfigurierten Dämpfersetup bereits sportlich ans Werk geht. Wer beim VW Golf GTE auch die Zugstufe mit kontrollieren möchte, greift im nächsten Schritt zur zweiten Variante. Mit dem KW Gewindefahrwerk V3 lassen sich Zug- und Druckstufe sogar getrennt voneinander einstellen. Mit einer höheren Druckstufe lässt sich an der Hinterachse gezielt dem Übersteuern entgegenwirken, während eine höhere Druckstufe eine direktere Lenkung an der Vorderachse ermöglicht.

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Deutlich komfortabler in der Handhabung ist hingegen das etwas teurere DDC Fahrwerk, welches sich über die DDC Fahrwerkregelung von VW direkt ansteuern lässt. Zudem kann der VW Golf GTE mit allen KW-Varianten stufenlos zwischen 35 und 65 Millimetern tiefergelegt werden – vorne wie hinten.

Fotos: KW automotive

About author

Philip Hünteler

ist leitender Redakteur des Online-Automagazins Tuning-Stories.de, zudem schreibt er lebhafte Reportagen und Testberichte für AUTOTUNING.DE. Sein Herz schlägt vor allem für Fabrikate von Audi, BMW und Porsche.

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