Wenn Azubis sich ihr Traumauto zusammenbauen – der Skoda Atero

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Auch wenn es sich um ein Produkt aus dem großen VAG-Konzern handelt, muss es nicht zwingend Masse sein. Die interne Kaderschmiede vom tschechischen Geschwisterchen Skoda lässt ihren Azubis nämlich gerne mal freien Lauf: Wohlgemerkt, um ihre ganz eigenen Vorstellungen eines Concept-Fahrzeugs auf die Räder zu stellen. Die neueste Fassung hört dabei auf den Namen Skoda Atero.

Bei VW selbst präsentieren die Frischlinge ihre Kreation jährlich zum allseits bekannten GTI-Treffen am Wörthersee, natürlich mit entsprechend gut motorisiertem Gefährt. Die Skodanier setzen zwar weniger auf Wumms unter der Haube, dafür kommt im Design etwas mehr Kreativität zum Tragen.

Voller Stolz, formvollendet: Beim Skoda Atero waren die Azubis am Werk.

Voller Stolz, formvollendet: Beim Skoda Atero waren die Azubis am Werk.

Der Skoda Atero als Concept-Coupé

Wo immer der Geschmack hinfällt, dürfen gerne noch ungeschriebene Ideen verwirklicht werden. Was der osteuropäischen Volkswagen-Tochter irgendwie gefehlt hat, war anscheinend die dreitürige und Coupé-ähnliche Fassung eines Rapids. Der Skoda Atero nimmt sich optisch wie technisch zumindest sehr dem A3 Sportback-Pendant an.

Mit seinen 4,30 Metern darf er ruhig noch in die Golf-Fraktion gesteckt werden. Ganz im sportiven Sinne, sind die B-Säulen weit nach hinten verschoben und die C-Säulen stärker geneigt worden. Mit einer früh abfallenden Dachlinie zeigt sich zudem eine Verformung des Rapids hin zum Coupé Skoda Atero.

So schön kann Konzeption sein: Das 4,30 Meter lange Coupé hört auf den Namen Skoda Atero.

So schön kann Konzeption sein: Das 4,30 Meter lange Coupé hört auf den Namen Skoda Atero.

Vom Exterieur her würde man hinter der Fassade glatt eine PS-Rakete vermuten können: Die Front des Skoda Atero trägt deutlich vergrößerte Lufteinlässe, die Scheinwerfer mit LED-Technik geben sich dazu fortschrittlich. An der Heckpartie finden sich darüber hinaus ein markanter Stoßfänger sowie ein langer Heckspoiler. Die Endrohre stellen die Finalisierung der vom Octavia RS stammenden Abgasanlage dar.

Leider nur magere 125 Pferde für den Skoda Atero

Unter der Haube des Skoda Atero zeigt sich letztendlich aber auch die Wahrheit um das exotische Azubi-Car. Aus einem serienmäßigen 1.4 Liter TSI-Motor schöpft das Coupé lediglich 125 PS für die Vorderachse. Seine 200 Nm an maximalem Drehmoment setzen bei 1.400 Touren zwar frühzeitig ein, schocken dürfte das jedoch die wenigsten.

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Mit dem 7-Gang-DSG kommt der Skoda Atero so aber dennoch gut vom Fleck: Als Rapid-Coupéverschnitt dürften knappe neuen Sekunden bis Tempo 100 vergehen, die Vmax liegt zudem bei etwas mehr als 200 Km/h.

Abgerundet wird das Projekt der Azubis zudem noch von formschönen 18-Zoll-Rädern im Turini-Design. Sie sorgen nicht nur für gut gefüllte Radkästen, sondern führen das Grunddesign des Skoda Atero mit Black-Magic-Metallic Lackierung und corridaroten Zierstreifen gekonnt fort. Vorn sitzen zudem von Hand gelochte Bremsscheiben an der Achse.

Im Innenraum geht es beim Skoda Atero weiter druckvoll zu: Satte 1.800 Watt Leistung werden über die 14 eingebauten Lautsprecher kanalisiert, ergänzt um eine moderne Ambientebeleuchtung. Der im Kofferraum platzierte Subwoofer sorgt obendrein für eine wohltuende Akustikmassage.

Fotos: Skoda

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Philip Hünteler

Philip Hünteler

ist leitender Redakteur des Online-Automagazins Tuning-Stories.de, zudem schreibt er lebhafte Reportagen und Testberichte für AUTOTUNING.DE. Sein Herz schlägt vor allem für Fabrikate von Audi, BMW und Porsche.

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