Diebstahl Wer zahlt, wenn das Navi weg ist?

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    • Diebstahl Wer zahlt, wenn das Navi weg ist?

      Quelle: ARD

      daserste.de/ratgeber/auto_beit…d,w0culiikunf3qs42~cm.asp

      Video: mediathek.daserste.de/sendunge…lt-wenn-das-navi-weg-ist-


      Durchschnittlich 150 Mal am Tag werden in Deutschland Scheiben eingeschlagen oder Schlösser geknackt, um Navigationsgeräte zu stehlen. Meist passiert es während der Woche auf großen Parkplätzen. So geschehen auch bei Jörg I. Bei ihm belief sich der komplette Sachschaden auf etwa 10.000 Euro, das Navi selbst war 2300 Euro wert. Diese Kosten will die Versicherung nicht komplett übernehmen.

      Zwar übernehmen sowohl die Voll- als auch die Teilkasko die Schäden am Wagen. Das gilt aber nicht für das geklaute Navigationsgerät: Hier wird in der Regel nur der Zeit- bzw. Wiederbeschaffungswert eines gebrauchten Geräts bezahlt. Pro Monat, den ein Auto alt ist, wird ein Prozent vom Neupreis abgezogen. Bei Jörg I. fünf Jahre altem Wagen sind das 62 Prozent Abzug. Für sein Navi erhält er also knapp 1500 Euro weniger!

      Damit will er sich nicht abfinden und nimmt sich einen Anwalt. Dessen Argument: Es gibt für gebrauchte Navigationsgeräte keinen seriösen Markt. Gehandelt werden meist nur geklaute Geräte. Das Gericht sieht es genauso. Jörg I. bekommt die vollen Kosten für die Anschaffung eines neuen Navis erstattet - entgegen aller Regeln.

      Rechtsanwalt Patrick Seipel empfiehlt jedem, dem etwas vergleichbares passiert, einen genauen Blick in die Versicherungsbedingungen zu werfen und sich im Zweifel auch anwaltlichen Rat einzuholen. Selbstverständlich kann man sich auch auf das erstrittene landgerichtliche Urteil berufen. Allerdings ist ein Urteil eines Landesgerichts für andere Gerichte nicht bindend.

      Bei den Tätern, die es auf die fest eingebauten Navis abgesehen haben, handelt es sich oft um organisierte Banden. Erst kürzlich ist der Kölner Polizei ein großer Schlag gegen die Navi-Mafia gelungen, sie hat Geräte im Wert von 1,5 Millionen Euro beschlagnahmt. Werden die jungen Diebe, die häufig in Litauen rekrutiert werden, erwischt, bekommen sie meist nur kurze Jugendstrafen auf Bewährung. So wie kürzlich bei einem Prozess in Stuttgart. Die Hintermänner kommen oft ungeschoren davon.
      Und führe uns nicht in Versuchung

      Diebe haben es aber nicht nur auf Festeinbauten abgesehen, sondern auch auf mobile Navis. Die Kaskoversicherungen übernehmen auch hier die Schäden am Auto. Für das geklaute Navi erhält man aber gar nichts, da das Gerät nicht fest mit dem Auto verbunden ist. Laut Dorothee Lamberty, Versicherungsexpertin des AvD, ist es dabei egal, ob das Navi mit einem Saugnapf angebracht oder festgeschraubt wurde. Für das Navi zahlt höchstens die Hausratversicherung, aber nur wenn sie ausdrücklich Diebstahl aus dem Auto mit einschließt.

      Ungeschriebenes Gesetz ist und bleibt: mobile Navis niemals im Auto lassen. Am besten baut man das Navigationssystem komplett mit der Halterung von der Scheibe ab und nimmt es mit. Dann kommen Täter erst gar nicht in Versuchung nachzuschauen, ob im Handschuhfach ein Navi liegt. Bei festeingebauten Navis geht das natürlich nicht. Hier hilft, wenn überhaupt, nur eine gute Alarmanlage.

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    • Paramedic_LU schrieb:


      Zitat
      [...] Es gibt für gebrauchte Navigationsgeräte keinen seriösen Markt. Gehandelt werden meist nur geklaute Geräte. [...]

      Es ist nicht einfach ein gebrauchtes, legales Navi zu kaufen ... man muss recht lange suchen.
      Wenn man zB das RNS510 ansieht, welches neu auch ca 2300 € kostet - warum sollte jemand ein solches Gerät, wenn es fast neu ist, für etwa nur 500 bis 700 € verkaufen? Nunja ... man bekommt das Gerät um den Preis - aber viele hattaen dann innerhalb von kurzer Zeit die Polizei vor der Tür stehen.
      Realistische Preise aus Vertrauhenswürdigen Quellen, sind in dem Fall bei rund 1000-1500 €.

      Ich habe selber mein Navi auch privat gekauft und mir die Fahrgestellnummer sowie den Kaufvertrag des Fahrzeuges aus dem es ab Werk stammt mitsenden lassen (Käufer des Fahrzeuges war der Verkäufer des Navis). Weiters war der Verkäufer (Immobilienmakler) sehr seriös. Jedoch habe ich ca. 3 Monate nach einer solchen Quelle gesucht. Das Gerät ist laut VW sauber (der Code wurde auch zusammen mit der Fahrgestellnummer des Spenderfahrzeuges angefordert) und ich habe es mitlerweile schon seit einem halben Jahr zuhause (bzw. im Auto) und hatte noch keinen Besuch von der Polizei oder sonstiges-
      Dabei war natürlich die originale Anleitung sowie die Originale Nvai-CD ab Werk (Version usw. stimmte natürlich mit dem Navi selber überein). (Denn warum sollte jemand, der ein so teures Produkt verkauft die Bedienungsanleitung und Navi CD verlieren :!: )

      Wie gesagt ... es dauerte lange bis ich eine solche Quelle fand ...
      Meine zuvor beobachteten Angebote hatten laut Polizei alle irgendeinen Makel (Polizei Passau - Jürgen Zöls ist ein Spezialist auf dem Gebiet)

      lg
      Gerald