Service 150.000km Golf Plus

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    • Service 150.000km Golf Plus

      Hallo,
      habe 143.000km runter und laut meiner MFA den Service fällig.

      Zahnriemen + WaPu steht eig. bei 150.000km an, wollte ich aber mit wechseln.

      Welche kosten kommen auf mich zu?
      Was muss noch bei 150.000km gemacht werden ?
      Besser in eine freien Werkstatt und Geld sparen oder eher Vertragswerkstatt ?

    • Hallo,

      ich empfehle dir ganz klar, dass du bei freien Werkstätten ein paar Preise einholst und es da machen lässt.

      Die Kosten für sowas sind bei VW exorbitant hoch, liegen oft 50-70% über dem Preis der Freien Werkstatt. Das liegt an deren hohen
      Stundensätze und hat rein gar nichs mit der Qualität der Arbeit zu tun (die oft gar nicht so toll ist, nach meiner Erfahrung).

      Ich würde aber nicht den Zahnriemen gleich bei 143.000km wechseln wenn der erst bei 150tkm gemacht werden muss. Wieso auch?
      Glaubst du der reißt exakt bei 150tkm, wenn der nicht gemacht ist? :D:D Den kannst du auch bei 160tkm noch wechseln.

      Ich habe diese vorgeschriebenen Intervalle noch nie penibel eingehalten - Sichtprüfung reicht aus - hält noch ein Jahr - fertig. Aber sowas traut sich ja heute keiner mehr zu. Penibel macht man alles, was die von VW einem vorschreiben, Hauptsache Stempel im Scheckheft. Wenn dann die Karre trotzdem bei 180tkm verreckt, ist das Unverständnis groß.

      Die Intervalle sind von VW nicht so gewählt, dass ein Service wirklich absolut notwendig ist bei der km-Zahl, sondern es ist ein Mittelwert aus:

      - Erfahrungswerte beim Verschleiß (manche bewegen den Karren halt schneller, manche schleichen eher)
      - monetäre Interessen (VW will was verdienen am Service)
      - Nutzungsgewohnheiten (Langstrecke, Kurzstrecke etc.)

      Führt man sich das vor Augen, so wird einem ganz schnell klar, wie doof es z. B. ist, für Dinge wie Öl oder Luftfilter ein Festintervall vorzuschreiben, das angeblich penibel eingehalten werden muss. Denn fahre ich mit meiner Gurke halt nur Kurzstrecke und betreibe ich dir Karre in staubigen Regionen sieht es ganz anders aus, als wenn ich täglich 100km Autobahn damit schrubbe.

      Als ich zeitweise 45tkm im Jahr auf der Autobahn war hätte ich den Ölwechsel nach VW Vorgaben 3x im Jahr machen müssen. Ich fasste mir an den Kopf, wechselte das Öl trotzdem nur einmal im Jahr. Das war bei meinem alten 2.0 GTI. Laufleistung bei Verkauf: 305000km.

      Aber das nur mal als Denkanstoß für Leute, die meinen, wenn man ein Intervall nicht einhält explodiert gleich der Motor... ;)

      Soll jetzt absolut kein Aufruf sein, an der Wartung zu sparen, nein. Aber man sollte ab und an nicht immer voll auf die Vorgaben vertrauen vom Hersteller und sich auch mal zutrauen Wartung nach eigenem Ermessen durchzuführen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von vwgolf_2004 ()

    • Wer sein Auto pflegt, der hält die Intervalle ein, bzw. lässt diese vor ihrer eigtlen Zeit machen. Du kannst auch alles überziehen, dein Öl (z.B.) 15.000km länger fahren - alles möglich, sind ja auch nur Verschleißteile *Zaunpfahlwink*. (Wobei ich mein Auto nicht so runterreiten würde - gerade im Thema Öl. Das ist aber eine Geschichte für sich - Wechsel aller 30.000 oder 15.000km usw.. egal jetzt)

      Ja, also der Service kostet bei VW 7xx€ .. glaube es waren fast 800€

      greetz Chris
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      "Leistung gibt an, wie schnell man gegen die Wand fährt.. Drehmoment, wie fest."
    • Danke für die umfangreiche Erklärung vwgolf2004.
      Ich finde du hast in einigen Punkten recht :)

      Ein Kostenvoranschlag bei der Löhr-Automobilgruppe lag bei 980€ :S
      -> es wird eine freie Werkstatt werden

      Weiß jemand wieso der Zahnriemen vom 1.9TDI laut Serviceheft erst bei 150tkm gewechselt werden sollte?
      Normalerweise waren das doch immer 120tkm... von welchen Faktoren hängt das denn ab ?

    • GolfVP schrieb:

      Weiß jemand wieso der Zahnriemen vom 1.9TDI laut Serviceheft erst bei 150tkm gewechselt werden sollte?
      Normalerweise waren das doch immer 120tkm... von welchen Faktoren hängt das denn ab ?

      Beim 2.0TDi sind es 120.000km. Beim 1.9TDI (BLS) sind es tatsächlich 150.000KM
      greetz Chris
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    • MaestroLange schrieb:

      Wer sein Auto pflegt, der hält die Intervalle ein, bzw. lässt diese vor ihrer eigtlen Zeit machen. Du kannst auch alles überziehen, dein Öl (z.B.) 15.000km länger fahren - alles möglich, sind ja auch nur Verschleißteile *Zaunpfahlwink*. (Wobei ich mein Auto nicht so runterreiten würde - gerade im Thema Öl. Das ist aber eine Geschichte für sich - Wechsel aller 30.000 oder 15.000km usw.. egal jetzt)

      Ja, also der Service kostet bei VW 7xx? .. glaube es waren fast 800?
      Das hat doch mit runterreiten nicht viel zu tun. Aber hier nochmals ein Beispiel, warum die Intervalle größtenteils Schwachsinn sind:

      Bremsen: VW schreibt hier feste Wechselintervalle vor. Dabei kommt es absolut darauf an, wie ich das Fahrzeug fahre. Fahre ich sportlich, so sind die Bremsen eher fällig. Ein paar Runden auf dem Ring oder ein paar Vollbremsungen zuviel und die Bremsen sind verzogen und fällig.
      Genausogut ist mein Großvater aber schon über 80tkm mit denselben Bremsen unterwegs gewesen und die waren immer noch nicht verschlissen.

      Es macht m. M. oftmals einfach keinen Sinn, sich auf diese festen Intervalle zu verlassen. Verschleißt ist immer dynamisch.

      Und für den Zahnriemen gilt dasselbe. Hohe Beanspruchung des Motors erhöht den Verschleiß. Deshalb: Deckel ab und einfach mal angucken. Bei meinem alten 3er Golf bin ich 180tkm mit dem Riemen gefahren, beim Intervall von 120tkm. 60tkm drüber. Was ist passiert? Nüx. Ich hab mir das Ding einfach angesehen und bin zum Entschluss gekommen, dass der noch sehr gut aussieht.

      Das ist ein krasses Beispiel, würde ich jetzt beim TDi keinesfalls mehr so machen, aber beim 3er wars mir gegen Ende einfach egal (Rost, hohe Laufleistung etc.)

      Viele km, auch über dem Intervall, sind für den Zahnriemen weit weniger kritisch als ein 8-10 Jahre alter Riemen in einem Motor, der nur Kurzstrecke läuft und dann über Gebühr gefordert wird ;)

      VW erzählt einem, du musst das hier bei soundso vielen km wechseln, du musst das so machen, möglichst alles noch bei uns (weil wir ja die beste Arbeit leisten - ha ha ha)... einfach mal das Köpfchen gebrauchen schadet nicht, glaubs mir ;)

      @GolfVP

      Bei 150tkm + interessiert fast keinen Käufer mehr ein komplett durchgängiges Scheckheft, somit würde ich die Wartung zukünftig komplett in freie Werkstätten verlagern. Wirtschaftlich betrachtet investierst du sinnloss, wenn du weiter dein Scheckheft penibel bei VW pflegst, auch wenn dein Auto "erst" 6 Jahre alt ist. Abstempeln können auch alle freien Werkstätten. Das reicht jedem Käufer aus eines Gebrauchtwagens mit der km-Zahl nach meiner Erfahrung.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von vwgolf_2004 ()

    • @vwgolf_2004: Das ist falsch, für die Bremsen gibt es kein festes Intervall. Nach Sichtprüfung wird entschieden, ob die getauscht werden müssen oder nicht.

    • vwgolf_2004 schrieb:

      Das hat doch mit runterreiten nicht viel zu tun.
      Klar - oder denkst du dein Motoröl wird besser, je länger du es fährst ?!
      Schmierfähigkeit lässt nach - Verschleiß erhöht sich - usw.

      Ich stimme dir schon zu, dass die ganzen Teile etwas Luft nach oben haben, was das Wechseln betrifft. Aber warum sollte ich meinen Ölwechsel, Zahnriehmenwechsel, usw. rausziehen?!..das Risiko, das etwas passiert steigt doch nur unnötig.

      Ich persönlich halte meine Serviceintervalle ein - mein Öl kommt aller 15000km raus & 1 mal im Jahr gibts ne DIeseladditivkur.
      Bin recht gut damit gefahren - bisher einmal unplanmäßig Geld in den Motor gesteckt - eine Glühkerze (15€) kam bei 159000km, ansonsten ist alles Tip Top.
      greetz Chris
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      "Leistung gibt an, wie schnell man gegen die Wand fährt.. Drehmoment, wie fest."
    • vwgolf_2004 schrieb:

      ...
      Und für den Zahnriemen gilt dasselbe. Hohe Beanspruchung des Motors erhöht den Verschleiß. Deshalb: Deckel ab und einfach mal angucken. Bei meinem alten 3er Golf bin ich 180tkm mit dem Riemen gefahren, beim Intervall von 120tkm. 60tkm drüber. Was ist passiert? Nüx. Ich hab mir das Ding einfach angesehen und bin zum Entschluss gekommen, dass der noch sehr gut aussieht.

      Das ist ein krasses Beispiel, würde ich jetzt beim TDi keinesfalls mehr so machen, aber beim 3er wars mir gegen Ende einfach egal (Rost, hohe Laufleistung etc.)

      Viele km, auch über dem Intervall, sind für den Zahnriemen weit weniger kritisch als ein 8-10 Jahre alter Riemen in einem Motor, der nur Kurzstrecke läuft und dann über Gebühr gefordert wird ;)

      VW erzählt einem, du musst das hier bei soundso vielen km wechseln, du musst das so machen, möglichst alles noch bei uns (weil wir ja die beste Arbeit leisten - ha ha ha)... einfach mal das Köpfchen gebrauchen schadet nicht, glaubs mir ;)

      @GolfVP

      Bei 150tkm + interessiert fast keinen Käufer mehr ein komplett durchgängiges Scheckheft, somit würde ich die Wartung zukünftig komplett in freie Werkstätten verlagern. Wirtschaftlich betrachtet investierst du sinnloss, wenn du weiter dein Scheckheft penibel bei VW pflegst, auch wenn dein Auto "erst" 6 Jahre alt ist. Abstempeln können auch alle freien Werkstätten. Das reicht jedem Käufer aus eines Gebrauchtwagens mit der km-Zahl nach meiner Erfahrung.

      Genau diese (markierte Aussage) entkräftet alles, was Du hier bisher zum Besten gegeben hast ;) Genau das ist nämlich der entscheidende Punkt: bei Deinem 20 Jahre alten 3er Golf war Dir das egal, wäre es mir wahrscheinlich auch, wenn ich wüsste, dass ich das Kfz nicht mehr so lange fahren werde und nicht so darauf angewiesen wäre :rolleyes:

      Wir reden hier aber von Fahrzeugen die meist nicht älter als 5-6 Jahre (selbst 7 oder 8 Jahre sind nicht so viel bei der heutigen Technik) sind und es gibt hier unzählige Beiträge, die sich auch mit dem Thema Verschleiß und gerade auch ÖL beschäftigen. Die solltest Du erstmal lesen - da sind reale Erfahrungswerte und Belege vorhanden, die dagegen sprechen, sein Öl oder seinen Zahnriemen nochmal 30tkm länger drin zu lassen (Langstrecke ist da völlig irrelevant) als von den VW-Ingenieuren vorgesehen. Klar will VW Geld machen, aber es gibt bestimmte Dinge, die sollte man einfach mal durchführen oder checken lassen, da VW die sich ja nicht einfach so ausdenkt um die Kunden abzuzocken ;) Und der Zahnriemen ist nunmal ein kritisches Bauteil mit einem Schlag zum Tod des Motors führen kann, was sehr kostenintensiv wird bei einem modernen Kfz.

      Und dass einen Käufer bei einem Kfz mit 150tkm die Einhaltung der Wartungsintervalle nicht interessiert, halte ich für eine unbewiesene Behauptung - gerade moderne Dieselfahrzeuge (die ja bei der Laufleistung nicht mal 4 oder 5 Jahre alt sein müssen) sind da gerade erst eingefahren und laufen mindestens nochmal so lange und da schaue ich als Käufer sehr wohl wann und wie oft der Ölwechsel oder sonstige Wartungen durchgeführt wurden.

      Und sei mal bitte ehrlich: Wenn Du einen 5 Jahre alten GTI besitzt, überziehst Du dann regelmäßig alle vorgeschriebenen Wartungsintervalle? :huh: Die heutigen Turbo-Motoren reagieren auch weitaus empfindlicher als die eher robuste ältere Generation und es gibt noch einen Punkt zu berücksichtigen: Sollte bei Deinem Motor mal ein schwerwiegender vlt. sogar konstruktionbedingter Defekt auftreten, dann ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass VW das auch bei 150tkm noch aus Kulanz (zumindest teilweise) repariert weitaus höher, wenn Du Dich immer schön an die vorgeschriebenen Intervalle gehalten hast... gibt hier auch so einige Threads zu dem Thema ;)
    • Hey, ;)

      VW und Kulanz nach 150tkm beim Golf V - der war gut.

      Mein Ver Golf rostet an beiden Kotflügeln, Heckklappe, Motorhaube (2004er Modell eben) - Rost von Innen, also Produktionsfehler - und bei VW meinte man, wenn überhaupt noch 50%. Das Auto hat 180tkm gelaufen und war bis 150tkm (Kauf) immer bei VW. Was hats gebracht, dass der Vorbesitzer immer brav seine Service bei VW machen ließ? Nüscht. 50% Kulanz bei VW ist übrigens immer noch teurer als die meisten freien Werkstätten ohne jegliche Kulanz. In meinen Augen die Mega-Ver.... ;)

      Zur Wartung:

      Ich fahre in meinem TDI 5W40 und habe das Longlife-Öl rausgeworfen. Die Wechsel machte ich aber immer erst so 25tkm aufwärts, nie bei 15tkm. Soll machen wer will. Selbstverständlich kommt es aufs Fahrprofil an. Wenn ich viel Langstrecke fahre und das Öl richtig warm wird ist es besser, als wenn ich jeden Tag 10km zur Arbeit und wieder zurück fahre.

      Achso: der TDI läuft noch. Ist noch nicht explodiert. :thumbsup:

      Dieser Golf ist jetzt 9 Jahre alt und auch hier mache ich längst keine Service mehr in der Werkstatt. Ölwechsel und die kleinen Sachen mache ich selbst, den Rest lasse ich machen wenns Zeit ist. Dass der Wagen später so weniger Abnehmer findet, da habe ich keinerlei Bedenken. Golf TDI gehen immer weg wie warme Semmeln.

      Ich denke halt sehr wirtschaftlich und behaupte einfach, in ein Auto ab 150tkm noch kräftig reinzubuttern (also Service bei VW, Kundendienste machen etc.) ist ökonomisch absolut nicht rentabel. Das Geld lieber sparen für das nächste Auto.

      Von extremen Wartungsstaus halte ich natürlich nichts. Aber auf eine "Durchsicht vom VW-Fachbetrieb" kann ich genausogut drauf verzichten wie, dass die mir sagen, dass meine Bremsen runter sind. Wer das nicht selbst sieht, braucht kein Auto fahren. :rolleyes:

      Noch ein Beispiel, welches gut passt:

      Ich habe vor einem Jahr für einen Bekannten einen Golf IV gekauft. Dieser war aus 1. Hand. Der Vorbesitzer war absoluter VW Freak, hatte Tausende Euro in den Wagen versenkt und alles bei VW machen lassen. Der war BJ 98 und über 10 Jahre später war immer noch alles von VW abgestempelt - habe ich noch nie gesehen. Alle Rechnungen, alle Reparaturen bei VW.
      Der Wagen war in Top Zustand. Den habe ich natürlich gleich mitgenommen, den sowas findet man selten. Was habe ich dafür bezahlt? Ca. 2000 Euro. Dasselbe verlangten aber Händler für ähnliche Fahrzeuge aus 2. oder 3. Hand, meist ziemlich runtergerockt, kein komplettes Serviceheft.
      Was will ich damit sagen? Für den Verkäufer haben sich seine Investitionen überhaupt nicht ausgezahlt. Er hätte 4000-5000 Euro dafür verlangen müssen. Im Endeffekt hat er das zigfache vom Fahrzeugwert in den Wagen versenkt.

      Derartige "Treue" zu VW freut doch meist nur den nächsten Käufer (und eben VW).

      Weiteres Beispiel:

      Mein Opa hatte einen Golf III. Als Renterfahrzeug war das Auto mehr in der Garage als auf der Straße. Perfekter Zustand. Mit 40tkm wollte damals mein Opa einen Golf IV. Da er immer treu zu VW ging und alle Kundendienste dort hat machen lassen, könnte man meinen, für ein Fahrzeug in solch einem Top Zustand wurde ein angemessener Preis bezahlt. Doch diese feinen Herrn haben meinen Großvater damals derart übers Ohr gehauen, dass er diesen Wagen, ich möchte sagen, fast verschenkt hat. Da hätte wohl jeder Straßenhändler mehr bezahlt dafür. Aber mein Opa war gutgläubig, vertraute "dem Freundlichen" und wurde dafür eiskalt reingelegt. Ich habe hinterher ein wenig recherchiert und Preise verglichen und kann sagen, dass dieser Ankauf für VW ein Schnäppchen war.

      Meine Erfahrungen mit VW Betrieben sind seit 10 Jahren sehr negativ - wie du siehst - mit freien Werkstätten habe ich dagegen sehr gute Erfahungen gemacht. Dort wird meist Beratung noch groß geschrieben vor Profit.

      Seither habe ich mir geschworen, kaufe ich zwar weiter VW (die Autos sind gut), aber für Kundendienst und Wartung sehen die von mir keinen einzigen Cent mehr.

    • Das ist eine absolut gerechtfertigte Antwort.

      Es ist nur schwierig eine gute freie Werkstatt zu finden, da es dort auch viele "schwarze Schafe" gibt die einen übers Ohr hauen wo es nur geht oder eben keine gute Arbeit leisten.
      Bei einer Vertragswerkstatt weiss man das gute Arbeit für viel Geld gemacht wird, da diese sehr unter Druck stehen. Bei Reparaturen hatten bis jetzt öfters die Damen aus Wolfsburg angerufen und gefragt, ob ich mit der Arbeit zufrieden gewesen bin und ob es beschwerden gab.
      Vertragswerkstätte können sich also keine Fehler erlauben. Vor allem bei gefährlichen Reparaturen z.B. am Getriebe sieht man in einer freien Werkstatt alt aus, wenn auf einmal alles defekt gegangen ist.

    • GolfVP schrieb:

      Bei einer Vertragswerkstatt weiss man das gute Arbeit für viel Geld gemacht wird, da diese sehr unter Druck stehen.
      Ich kann leider nur für die VW-Vertragswerkstatten sprechen, mit denen ich Erfahrungen habe.

      Die wenigen Reparaturen, die ich dort früher mal durchgeführt habe, waren im Resultat meist zufriedenstellend verlaufen. Aber nur, wenn ich explizit gesagt habe, was gemacht werden muss. Eine Fehlersuche uferte meist in eine Teiletauscherei aus.

      Wo ich allerdings nie zufrieden war, war das Fachwissen der Service Mitarbeiter und Werkstattmenschen. Von älteren Modellen hatten die meist gar keine Ahnung, oft wurde versucht unnötige Reparaturen zu verkaufen. Einmal ließ ich die Zündung einstellen am Golf GTI und habe für ca. 15 Minuten Arbeit 180 Euro liegen gelassen. :P
      Was die gezielte Fehlersuche anbelangt haben diese Werkstätten überhaupt nichts drauf, es wird immer nur geraten die Teile zu tauschen.

      Mit angelesenem Wissen aus dem Netz konnte ich schon mehrmals den VW-Spezialisten ausstechen - traurig, aber wahr. Meist spucken die große Töne, aber nur so lange, bis er weiß, dass er jemanden vor sich hat, der auch nicht ganz Banane ist. Dann werden die oft gaaanz kleinlaut.

      Neulich z. B. brauchte Stecker für den Sicherungskasten. Diese werden angeblich nur noch mit den gelben Kabeln verkauft zum Schnäppchenpreis für 4,79 Euro pro Stück. :!:

      Hier im Forum gab mir dann einer die Nr. und der Typ guckte im System nach und sagte dann: "Jaaaa tatsächlich, die Pins gibts auch ohne Kabel, kosten 19 Cent pro Stück."

      Aber vorher ließ er mich 40 Euro hinblättern für ein paar so lausige Stecker.

      DAS sind die Dinge, die mich aufregen. DESHALB gehe ich da nur noch hin, wenns gar nicht anders geht (Ersatzteile usw.).

      Mit Kundenfreundlichkeit hat das alles nix mehr zu tun, ich fühle mich von denen regelmäßig abgezockt.

      Ich erwarte bei deren Kosten perfekte Beratung und 1A Service - und ja, dazu gehört auch, dem Kunden die günstige Alternative vorzuschlagen. Und genau das leisten die meiner Meinung nicht. Die wollen verkaufen und Reibach machen, mehr nicht.

      In freien Werkstätten, in denen ich war, wurde bei Problemen immer erst gemessen und getestet, nicht gleich getauscht. Man nahm sich viel mehr Zeit für eine ordentliche Beratung und erbrachte ordentliche Leistungen, die ich dann auch gerne bereit war zu bezahlen.

      Ich spreche nicht von ATU oder PIT-Stop sondern von kleinen, feinen Betrieben die es in jedem Ort gibt.

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