optimaler Reifen Elektroauto

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    • optimaler Reifen Elektroauto

      Servus,

      wir haben seit einiger Zeit ein Elektroauto bei uns stehen. Ist ein interessantes Fahren, die Reichweite ist aber noch nicht wirklich zufriedenstellend (wie zu erwarten war).

      Ich spiele derzeit alle Möglichkeiten durch, die Reichweite des Fahrzeugs zu erweitern (Umbau auf LiFe(Y)Po-Akkus, Spannungserhöhung, leichter machen, Luftwiderstand verringern etc). Bei den Reifen komme ich irgendwie nicht weiter.

      Fahrzeug:

      Citroen Saxo electrique (Werks-Stromer)
      BJ 2002
      Motor 11 kW (20 kW peak)
      Drehmoment 127 Nm max.
      Akkus 20 Stck. 6V 100 Ah NiCd - demnach 120V Gesamtspannung
      Höchstgeschwindigkeit 95 km/h
      Reichweite aktuell rd. 75 km
      Reifen aktuell 165/70/13

      Die Frage:

      Mit welchen Reifen (Marke/Typ, Breite, Querschnitt, Felgendurchmesser etc.) gelingt es mir, die Reichweite signifikant zu erhöhen?

      Meine Gedanken:

      - je größer der Abrollumfang desto schlechter die Beschleunigung aber desto geringer die Motordrehzahl - ergo geringerer Verbrauch (allerdings nicht bis ins Endlose, da Beschleunigung und Elastizität im Verkehrstauglichen Umfang erhalten bleiben müssen)
      - je schmaler der Reifen desto geringer der "Rollwiderstand"(?)
      - je geringer der Querschnitt (bei gleichem Abrollumfang, also mit größerer Felge) desto steifer die Reifenwand dest weniger Verformung desto mehr Energie auf der Straße
      - je härter der Reifen/die Mischung desto weniger Verformung desto ... (oben) aber desto lauter

      Für Tipps, Berichtigungen meiner Annahmen oder konkrete Vorschläge zu Reifendimensionen wäre ich sehr dankbar. Bitte aber keine Grundsätzdebatte zum Sinn oder Unsinn von Elektrofahrzeugen. Dafür gibt es sicher schon einen Thread.

      Hät's nie gedacht - CROSS kann man fahren ...

    • Den Reifendurchmesser kannst du nicht beliebig erhöhen, da werden dir TÜV und Radkasten im Weg stehen.
      Schmale Reifen und hoher Luftdruck sind aber schonmal ein guter Ansatz.
      Michelin Energy Saver sind da sicher eine gute Wahl, aber auch teuer und ob es die in allen Größen gibt weiß ich auch nicht.

      Dass du möglichst wenige Verbraucher verwendest sollte klar sein (Elektroheizungen etc aus lassen).
      Ein Gewindefahrwerk könnte auch helfen, schneller in Kurven zu fahren und so weniger Schwung zu verlieren. Außerdem sind die Batterien ja sehr schwer, und wenn du nun andere Batterien einbaust, könnte es zu anderer Gewichtsverteilung kommen, dann ist dein Fahrzeug auf einmal vorne oder hinten tiefer. Da würde sich das Gewindefahrwerk auch bezahlt machen.

      Ein Bekannter von mir hat übrigens einen CityStromer (Golf 3) Im Winter ist die einzige Heizmöglichkeit eine Diesel-Standheizung, die natürlich ewig braucht bis sie mal warm wird, da sie nur geht wenn der Schlüssel steckt.

      Gruß Linx,
      meinGOLF.de Moderator

    • Schau dir mal die Bereifung vom BMW i3 an. Ich weiß die Maße jetzt nicht aus dem Kopf, aber die kommen Fahrradreifen sehr nahe. Klingt komisch, aber hat seinen nutzen :) Und durch die tiefen Batterien wird der Schwerpunkt trotzdem niedrig gehalten.

      Gruß Timo

      Schönen Gruß aus Nordhessen :thumbsup:

    • Ja, an ein Fahrwerk habe ich auch schon gedacht. Ich glaube aber mit den Reifen erzielt man mit wenig Aufwand den größten Nutzen.

      Am besten wäre was a la i3 oder Twizy. Die kommen ja Noträdern (die ich allerdings wegen der 80 km/h ausschließen musste) ziemlich nahe.

      Aber 19"-Felgen für den Saxo - eher nicht, oder?

      Ich habe mir mal die Vorderräder vom Smart angeschaut. 155/60/15, allerdings 74T. 74 entspricht 375kg pro Reifen, also 750 pro Achse. Vorn ist meiner mit 765 eingetragen. Müsste man mal mit nem Prüfer sprechen. Wenn Lithium-Akkus drin sind ist er ja eh leichter und kann ggf. auf die passende Achslast von 750 umgeschrieben werden.

      Sonst scheinen die in Ordnung. Schön schmal, aber gleichzeitig eine verhältnismäßig niedrige Höhe.

      Abrollumfang ändert sich rechnerisch von 169,8 cm auf 178,1 cm. Tachoabweichung -5%. Im Vergleich zu den ebenfalls zulässigen 165/70/13 vom E-Saxo liegt die Tachoabweichubg bei gerade mal -1%. Scheint also TÜV-tauglich zu sein. Und 15"-Felgen sollte es für den Saxo ganz vernünftige geben.

      Die Frage ist nur, wie breit die Felge sein darf damit die Reifen drauf passen???

      Hät's nie gedacht - CROSS kann man fahren ...

    • Es kommt erst mal darauf an, wo der Wagen gefahren wird.

      Goalie schrieb:

      - je größer der Abrollumfang desto schlechter die Beschleunigung aber desto geringer die Motordrehzahl - ergo geringerer Verbrauch (allerdings nicht bis ins Endlose, da Beschleunigung und Elastizität im Verkehrstauglichen Umfang erhalten bleiben müssen)

      Wenn der Reifen größer wird, erhöht sich (sehr wahrscheinlich) auch sein Trägheitsmoment. Betrachtet man Reifen und Felge vereinfacht als Scheibe errechnet sich das Trägheitsmoment nach I=1/2m*r². Der Radius r (also der Abstand zur Drehachse) geht somit quadratisch ein.
      (Ich weiß diese Vereinfachung ist mehr als nur grob, aber ein Felge/Reifen System kann man nun nicht einfach herleiten und ich will damit nur die Signifikanz des Abstands zu Drehachse erklären.)
      Wird der Wagen auf der Auf der Autobahn bewegt, wo er lange mit konstantem Tempo fährt würde die Drehzahlsenkung evtl. das höhere Trägheitsmoment kompensieren. Wird der Wagen hingegen in der Stadt bewegt bin ich mir sehe sicher, dass der zusätzliche Energieaufwand bei jeder Beschleunigung sich negativ auswirkt.
      Wenn der Wagen über eine Rekuperation verfügt kann das erhöhte Trägheitsmoment natürlich wieder genutzt werden, aber auch hier ist der Wirkungsgrad nicht perfekt.

      Goalie schrieb:

      - je geringer der Querschnitt (bei gleichem Abrollumfang, also mit größerer Felge) desto steifer die Reifenwand dest weniger Verformung desto mehr Energie auf der Straße

      Auch das kommt auf die Felge an. Du darfst nicht vergessen, schmalere Reifen haben eine stärkere Karkasse, dies führt aber auch dazu, dass sich mehr Gewicht weit weg von der Drehachse befindet, was wieder das Trägheitsmoment erhöht.


      LG Eike

      Gruß StraightShooter
      mein
      Golf.de
      Moderator