Golf V Folierung der Innenteile

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    • Golf V Folierung der Innenteile

      Hallo Leute,

      bin noch ganz neu hier bei euch und habe mir schon einiges zu diesem Thema durchgelesen, jedoch bleiben da einige Fragen noch offen. Habe auch hier bisschen gelesen und nichts wirklich ausführliches gefunden

      Ich habe mir vorgestellt, dass ich bei meinem Golf V die Plastikteile neben dem Radio zu bekleben. Gibt es dabei Einschränkungen was ich nur bekleben kann? Gibt es dazu auch eine Anleitung? Oder kann ich auch an der Tür die Armlehne bekleben, falls ja wie gehe ich da am besten vor?

      Was muss ich beim folieren beachten? Brauche ich spezielles Werkzeug dafür? Worauf muss ich dabei genau achten? Muss ich die Plastikteile vorher speziell behandeln, da diese Schicht die dadrauf ist langsam sich abpellt :huh:

      Wo kann ich die Folie dann am besten kaufen? Auf einer Auto Messe oder ist die dort generell teurer?

      Gibt es bestimmte Arten von Folien? Stärkere, dünnere? Habe mir eine Folie in Carbonoptik vorgestellt.

      Wie sind die Preise bei einer Folierung so, sprich wenn man die Folie selbst kauft und dann beklebt?

      Danke schon mal im voraus für eure Hilfe :D;)

    • Du hast aber viele Fragen. Man kann sicher ganze Bücher und Youtube Playlist mit füllen. Ich versuche aber mal den Löwenanteil zu beantworten.

      Einschränkungen gibt es im Prinzip nicht. Jedenfalls nicht im Innenraum. Da wird nichts zu heiss oder ähnliches. ABER mit den Airbags sollte man aufpassen. Also nicht das Amaturenbrett samt Beifahrerairbag oder so überkleben.

      Anleitungen gibt es sicher massig bei Youtube. Zumindest fürs folieren allgemein.

      Die Armlehnen hmmm ja kann man, ABER das würde ich erstmal testen! Das Problem ist das es schnell hässlich aussehen wird. Durch das ständige anfassen nutzt sich die Folie ab (genauso wie der Softlack). Je nach Qualität der Folie und Beanspruchung entsprechend schnell.
      Die Armlehnen würde ich aber erst machen wenn du einiges an Übung hast. Eine flache Folie auf ein so verwinkeltes Objekt sauber aufzubringen dürfte ein Meisterstück werden.

      Vorbehandeln, ja. Wie bei allen sachen muss die Oberfläche natürlich sauber und fettfrei sein. Die Temperatur sollte stimmen. Bei den meisten Folien 20 Grad. Also nicht bei 35 Grad im Schatten bekleben.

      Je nachdem wie dick die Folie ist und wie dick die abgeblätterte Schicht ist muss man nichts mehr machen. Sollte sich durch die Folie das abgeblätterte abzeichnen musst du das Teil plan schleifen.

      Zu dem Werkzeug. Ja da gibts einiges. Ein Skalpell oder Teppichmesser, einen Rakel, ein Trennmittel ( ggf. Sprüchflasche zum auftragen vom Trennmittel) und eine Heissluftpistole. Je nachdem. Die Radioblende kann man mit Übung auch ohne Werkzeug machen, bis auf ein Teppichmesser. Bei einem Kotflügel brauch man sicher alles.

      Folie kannst du überall kaufen. Wenn du eine siehst die dir gefällt kauf dir ein Stück zum testen. Bei Ebay bieten einige Folienhändler auch für ein paar Euro test Pakete an. 6 kleine Folien Stücke für 3 euro oder so. Wenn du eine passende Folie hast kauf direkt ein bischen mehr falls du später mal was nachbessern musst.

      Es gibt bestimmte Sorten ja. Spezielle Autofolien, dicke, dünne, geprägte mit struktur, 3D mit tiefen Wirkung, mit Mikrokanälen und haste nicht gesehen.

      Preise gehen von hier bis da. Das ist so unterschiedlich. Am besten eine nach Optik aussuchen etwas zum testen organisieren und testen. Im Haushalt wäre es einfacher da würde ich die DC fix Folien nehmen. Die halten super, sind von super Qualität und gibt es ein sehr vielen Versionen. Teilweise ist sogar ein Rakel mit dabei. Die findet man überall selbst im Baumarkt, ganze Regale voll.



      Ich bringe Folien meist so an:

      Zu erst wird die Folie grob zugeschnitten. Dann wird das Objekt gereinigt. Je nach Folie und größe wird ein Trennmittel aufs Objekt aufgebracht. Entweder das was der Folienverkäufer dafür vorschreibt/verkauft oder Spüliwasser (viel Wasser wenig Spüli). Das aber unbedingt vorher testen! Dadurch kann man die Folie nochmal lösen und korregieren. Teilweise schwimmt die Folie richtig und lässt sich problemlos hin und her schieben. Dann sollte man die Folie mittig auf das Objekt legen und von Innen nach Aussen die Luftblasen bzw. das Trennmittel raus streichen/drücken mit dem Rakel. Immer von Innen nach Aussen, das ist wichtig. Es gibt sicher Objekte wo das nicht geht aber das ist meist das einzig saubere. Dann sie letzten Luftblasen raus drücken evtl. die Folie noch mal anheben. Sollten dennoch kleine Luftblasen drin sein sticht man mit einem Skalpell/Teppichmesser von mir aus auch einer Nadel die Blase auf und streicht es glatt. Dann überstehende Folie vorsichtig auf die Rückseite des Objektes schlagen und ggf. überschüssige Folie abschneiden. Nie auf Kante schneiden. Heisst nicht am Rand einfach abschneiden. Immer die Folie auf die Rückseite schlagen. Sonst besteht die Gefahr das sich die Folie aufrollt durch Hitze oder weil man immer über die Kante kommt.
      Bei Löchern wie bei der Radioblende am besten ein X einschneiden und nach Ihnnen einschlagen. Mit der Heissluftpistole wird übrigens die Folie erhitzt um sie dehnbarer zu machen z.B. bei starken rundungen wie bei einer Stoßstange.

      Mein Tipp kauf dir ein bischen deiner Wunschfolie zum testen und übe erstmal mit einem simplen Objekt wie zum Beispiel die Radioblende.

    • Bei unbehandeltem Plastik hast du früher oder später Blasen in der Folie. Türgriffe, Blenden rund ums Radio und Klima usw. Wenn du die Teile vorher mit Klarlack überziehst, bekommst du keine Blasen.

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    • Nicht unbedingt. Kommt auf die Qualität der Folie an. Ich hab schon Arbeitsplatten mit sehr rauer oberfläche Foliert und die halten bis heute ohne Blasen. Aber die Teile vorher zu Lackieren ist sicher von Vorteil.

    • Ja das stimmt leider. Wobei der bei mir noch in Ordnung ist =D Hoffe das bleibt noch eine Zeitllang so. Dann würde ich aber keine Carbonfolie mehr drauf machen sondern es direkt in Klavierlackoptik lackieren oder mit Echtcarbon laminieren.

    • spreche aus erfahrung. der softlack ist mist.

      hält dir ca 5 monate dann gets los. + temperatur schwankungen (winter,sommer) gehts nur noch schneller.

      am besten wie schon erwähnt abschleifen und lackieren

    • ListerStorm schrieb:

      Zu dem Werkzeug. Ja da gibts einiges. Ein Skalpell oder Teppichmesser, einen Rakel, ein Trennmittel ( ggf. Sprüchflasche zum auftragen vom Trennmittel) und eine Heissluftpistole. Je nachdem. Die Radioblende kann man mit Übung auch ohne Werkzeug machen, bis auf ein Teppichmesser. Bei einem Kotflügel brauch man sicher alles.
      Erst einmal Danke für deine ganz ausführliche Beschreibung meiner Fragen :thumbsup: Was für Trennmittel meinst du genau? Bekomme ich mit diesen Trennmitteln den Softlack ab oder muss ich den bspw. mit dem Daumen abrubbeln bis alles runter ist? Oder soll ich es doch lieber abschleifen? Geht durch das abschleifen die Oberfläche nicht kaputt, so dass ich bei der Folie einige Wellen oder ähnliches habe?
    • Ja kein Problem. Das Trennmittel trennt nur die Folie vom Untergund mehr nicht. Bedeutet das die Folie nicht sofort am Untergrund haftet, was dafür genutzt wird die Folie zu verschieben und auszurichten. Geht auch bei Aufklebern. Wenn man diese einfach so irgendwo drauf macht und du klebst den Aufkleber schief drauf haste pech gehabt. Mit Trennmittel kannst du den Aufkleber noch gerade ausrichten solange das Trennmittel da ist. Üblich ist Wasser mit einem kleinen Schuß Spülmittel (wirklich nur wenig). Es geht auch sowas hier: 300836110086 das ist die Ebay Artikelnummer zu einem speziellen Trennmittel. Jetzt könnte man fragen, wie die Folie halten soll wenn sie auf einer Schicht von Wasser und Spüli schwimmt. Durch das festdrücken der Folie wird das Wasser zur Seite raus gedrückt und die Folie fängt wieder an zu kleben. Minimale Reste verdunsten meist. Du kannst ja mit einem ganz normalen Sticker, etwas Wasser und Spüli an deiner Fensterscheibe es testen.


      Mein Softlack sieht aus wie ne 1 daher keine Ahnung. Wenn du den kompletten Softlack mit dem Fingernagel runter bekommst warum nicht. Falls nicht hilft nur schleifen(Teil am besten vorher ausbauen). Wie gesagt keine Ahnung wie dick der Softlack ist und was man für eine Körnung braucht. Durch das Schleifen geht nichts kaputt. Solange man es nicht übertreibt. Wie sollen denn Wellen reinkommen? Doch nur wenn man Wellen reinschleift. Solange man schön flächig arbeitet und nicht zu grobes Schleifpapier verwendet wird das schon. Durch schleifen bekommt man Wellen eher raus. Zudem schleift man ja auch Autoteile ab bevor man sie lackiert damit sie eine makelose glatte Oberfläche haben.

      Ich übernehme keine Garantie, aber bei meinen Teilen würde ich mit 240er Schleifpapier antesten wie gut das runter geht. Wenns schlecht geht gehts mit 120er weiter, wenns gut geht würde ich dann mit 1200er übergehen. Das sollte für Folie reichen. Meine Vorredner haben sicher die richtige Körnung parat. Ich lege dir aber ans Herz, übe lieber erstmal mit irgendwas. Du scheinst nicht so viel Erfahrung zu haben, da wäre ein bsichen üben sicher gut.

    • ListerStorm schrieb:

      Dann überstehende Folie vorsichtig auf die Rückseite des Objektes schlagen und ggf. überschüssige Folie abschneiden. Nie auf Kante schneiden. Heisst nicht am Rand einfach abschneiden. Immer die Folie auf die Rückseite schlagen.
      Nun ist genau das Problem aufgetaucht, ich habe die Folie um die Temparaturregler nicht auf die Rückseite geschlagen, da diese dort keinen Halt gefunden haben und habe es natürlich auf Kante geschnitten :thumbdown:

      Jedoch habe ich das Problem gehabt, dass die Folie auf der Rückseite nicht halten wollte und ich die überschüssige Folie dann lieber abschneiden wollte. Des Weiteren ist meine Frage, wie kann ich die Folie bei runden Flächen (da dort meist so unschöne Knicke reinkommen), optisch so hinbekommen, dass man nicht erkennt das es bei der Rundung nicht geklappt hat?!

      Danke euch schon mal im voraus ;)