neue ATE Bremsen nach 1.000 km krumm gebremst

    • Golf 4

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    • neue ATE Bremsen nach 1.000 km krumm gebremst

      Hallo zusammen,

      ich habe einen Golf 4 Variant SDI, Baujahr 2001 mit 300.000 km auf der Uhr.

      Ich bin damit vergangene Woche von Berlin nach Österreich gefahren.

      Davor habe ich neue Räder montieren lassen (ordentlich gewuchtet und Achsvermessung machen lassen) und die Bremsen vorne und hinten erneuert.

      VA neue Scheiben und Beläge von ATE
      HA neue Scheiben und Beläge von ATE und neue Bremssättel

      Anfangs, vor allem auf der Hintour, war alles toll, fuhr sauber gerade aus, bremste ordentlich - hat wieder Spaß gemacht.

      Auf der Rücktour von Österreich gab es zwei Situationen, in denen ich jeweils einmal ordentlich herunterbremsen musste (ihr kennt diese Idioten da draussen), seit dem habe ich das Gefühl, dass dadurch direkt eine Bremsscheibe heiß geworden und verzogen ist.

      Im Stadtverkehr merkt man es besonders, dass beim Abbremsen an eine Kreuzung heranfahrend ein ungleiches Bremsen vorliegt.

      Habt ihr solche Erfahrungen auch gemacht? Ich meine, dann hätte ich mir auch diese aus Kamelkacke gepresseten Bremsen von den Billigherstellern kaufen können, die können das auch und kosten weniger als die Hälfte.

      Ich bin wirklich super enttäuscht, dass ich nochmal so viel Geld für meinen alten, treuen Freund in die Hände genommen habe und das Glück nur 1.000 km gehalten hat. Ist das normal? Ich meine, ich war damit ja nicht auf der Rennstrecke und die beiden Bremsmanöver waren nicht unmittelbar hintereinander. Insgesamt fahre ich auch sehr, sehr defensiv (bei 68 PS ist vorausschauend fahren angesagt), ich bremse wenig ab, lass lieber frühzeitig ausrollen.

      Normal, oder hab ich ne schlechte Charge an Bremsscheiben erwischt? Oder kann es vielleicht sogar was ganz anderes sein, als ich vermute?

      Danke und Grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hirngespenst ()

    • Naja, also die Bremsanlage wurde entlüftet.
      Aber wieso sollte bei gleich bleibender Bremspedalstellung die Bremswirkung schwanken, also zunehmen - abnehmen - zunehmen - abnehmen, usw. ?

      Sollte Luft im System sein, geht der Bremsdruck doch gleichmäßig verloren bzw. muss erst "aufgepumpt" werden. Oder?

    • Wenn die Scheiben krumm sind, dann merkt man beim leichten Bremsen ein vibrieren im Lenkrad.
      Und man muss auch sagen, dass man neue Scheiben und Beläge einbremsen muss, ist auf so einer Strecke nicht gerade gegeben.

      Ein Auto ist erst dann schnell genug, wenn man morgens davor steht und Angst hat es aufzuschließen. (Walter Röhrl)

    • Scheiben nicht eingebremst, daher sind die jetzt nach zwei Gewaltbremsungen eben verzogen. Da kann ATE auch nichts dafür, das passiert dir auch mit jeder anderen Scheibe wenn die nicht eingebremst wird...

      Hier mal eine Anleitung wie das geht:

      Bremsscheiben und Bremsbeläge richtig einfahren will gelernt sein.


      Was muss beim Wechsel von Bremsscheiben, Bremsbelägen und Bremssattel alles beachtet werden?
      Sollten Sie beispielsweise Bremsbeläge und Bremsscheiben zusammen erneuert haben, müssen sich diese Komponenten erst über eine gewisse Distanz aufeinander einspielen.

      Bis sich die Flächen der Bremsbeläge / Bremsscheiben formschlüssig einander angeglichen haben, kann es zu Quietschgeräuschen vom Bremsbelag oder den Bremsscheiben kommen.


      Das ist zwar ein wenig unangenehm, hört aber nach kurzer Zeit auf und ist nicht unbedingt ein Zeichen für schlechte Qualität der Bremsscheiben oder dem Bremsbelag. Der Fehler kann auch an einem festen Bremssattel liegen.

      Neue Bremsen dürfen nicht sofort einer Belastung durch Vollbremsung unterzogen werden, da dies sowohl Bremsscheiben als auch Bremsbeläge dauerhaft schädigen könnte.
      Und so wird es gemacht: (nach Porsche-Richtlinie)

      “Richtiges Einfahren der Bremsbeläge und Bremsscheiben (auch wenn nur die Bremsbeläge ohne Bremsscheiben ersetzt wurden)

      - 3 bis 4 Bremsungen bei neuen Bremsen mit mittlerem Pedaldruck aus einer Geschwindigkeit von ca. 160 km/h auf 80 km/h.

      - dazwischen Abkühlphasen von 300 - 400 m einhalten, damit Bremsscheiben und Bremsbeläge nicht zu heiß werden

      - 2 bis 3 Bremsungen bei neuen Bremsen mit stärkerem Pedaldruck aus einer Geschwindigkeit von ca. 180 km/h auf 100 km/h.

      - dazwischen Abkühlphasen für Bremsscheiben und Bremsbeläge von 500 m einhalten. Blockieren und ABS-Regelung unbedingt vermeiden, dadurch können sonst Schäden an Bremsbelägen und Bremsscheiben entstehen.

      - 1 bis 2 Reinigungsbremsungen bei neuen Bremsen dazwischen durchführen. Die Bremsbeläge sollen dabei keinesfalls überhitzen.”

      Bremsenquietschen beseitigen / vermeiden

      Die wichtigsten Ursachen für quietschende Bremsen sind:
      Fehlende oder minderwertige “Rückenbeschichtung” der Bremsbeläge
      Fehlende Abschrägung der Reibfläche
      Weglassen von Schmierstoff an Kontaktflächen zwischen Bremsbelägen und Bremszange des Bremssattel.

      Auf die meisten Faktoren haben Sie bereits beim Kauf erheblichen Einfluß, indem Sie zu Bremsbelägen von Markenherstellern greifen. Grundsätzlich sollten geignete “Schmiermittel” an den Kontakt- und Gleitflächen zwischen Bremsklotz und Bremszange / Bremssattel verwendet werden.
      Achtung: Verwenden Sie bei der Bremsenmontage KEINE Kupferpaste! Dadurch kann es zu Ausfall oder Beeinträchtigung des ABS-Systems kommen! Für KFZ Bremsen bitte nur Bremsenmontagepasten verwenden.

      ”Bremsenrubbeln”, geeignete Montagehilfen und Sauberkeit

      Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Verwendung richtiger Hilfsmittel und Sauberkeit. Die beste Bremsscheibe kann nicht schlagfrei laufen, wenn sie auf einer verschmutzten oder rostigen Radnabe geradezu herumeiert. Bereits bei der Bremsscheibenmontage auf der Radnabe befindliche Schmutzpartikel, ja selbst kleine Roststellen wirken sich am äußeren Radius der Bremsscheibe schon im Millimeterbereich aus. Dann entsteht das unangenehme “Bremsenrubbeln”.
      Auch die Verwendung übertrieben dicker Fett- oder Pastenschichten zwischen Bremsscheibe und Radnabe ist falsch. Eine dünne Schicht z.B. Bremsenpaste genügt vollkommen.

      Sparen an der falschen Stelle:

      Radbremszylinder / Bremsscheiben / Bremsschläuche einzeln erneuern
      Die Bremsanlage des Autos ist links und rechts gleich belastet, jede Seite unterliegt demselben Verschleiß. Deshalb sollten diese Sicherheitsbauteile immer paarweise getauscht werden.

      Kontrolle des Bremssattel

      Bei jedem Bremsenwechsel sollte unbedingt der Bremssattel überprüft werden. Der Arbeitskolben des Bremssattel unterliegt sehr hohen Belastungen. Aufgabe des Bremssattel ist es, den Bremsbelag gegen die Bremsscheibe zu drücken. Sollte der Kolben des Bremssattel fest sein, so kann dieser entweder nicht mehr drücken oder aber der Bremssattel kann den Bremsbelag nicht mehr komplett von der Bremsscheibe lösen. Dies führt dann zu einem erhöhten Verschleiß sowohl der Bremsbeläge als auch der Bremsscheiben. Auch erfolgt das entlüften der Bremsenanlage in aller Regel über ein Entlüfternippel am Bremssattel. Sollte dies stark verrostet sein, so kann der Austausch des Bremssattels notwendig werden, wenn die Bremsflüssigkeit z.B. gewechselt werden soll.

      Für das zurückdrücken des Arbeitskolben im Bremssattel sollte ausschließlich Spezialwerkzeug verwendet werden, da sonst eine Beschädigung des Bremssattel möglich ist.