Motor läuft leicht unruhig im Leerlauf / bei Halbgas

    • Golf 5 Benziner

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    • Motor läuft leicht unruhig im Leerlauf / bei Halbgas

      Hey Leute,
      Habe seit kurzem einen Golf 5 1.6 Fsi '04. Mir ist aufgefallen, dass der Motor, je wärmer er wird, dezent ruckelt. Im Leerlauf hab ich das Gefühl, dass die Drehzahl einen Tick zu niedrig ist, ab und zu "zuckt" er dann, als hätte er eine Fehlzündung. Bei Halbgas mit geringer Drehzahl (z. B. bei 60 Km/h, 4 Gang bei ca. 2000 upm) ist es dann so, als würde der Wagen für einen Bruchteil vom Gas gehen. Ist der Motor kalt, ist das kaum zu spüren. Auch ist mir aufgefallen, dass die Symptome stärker sind, wenn ich die Klimaautomatik abschalte. Ist der Motor warm, ist im Stand auch ein leises Surren zu hören. Schalte ich die Klima dann ein, verschwindet es. Ich selber bin bei dem Thema ein absoluter Laie, deswegen hoffe ich, dass hier vielleicht jemand eine Idee hat. Wollte Morgen zu ner freien Werkstatt, um den Fehlerspeicher auszulesen.
      Mfg

    • Muss dazu sagen, der Wagen hat nun ca. 100.000 gelaufen und wurde von den Vorbesitzern mit Super Benzin und 5w30 LL Öl gefahren. Ich habe vor, nun alle 15TKM das Mobil1 New Life 0w40 zu fahren in Verbindung mit Super+. Habe auch von dem Additiv Tank Otto gelesen, meinst du denn, das könnte helfen?

    • Nö, das bringt in dem Fall nichts, da das Tank Otto mit den Einlassventilen gar nicht in Berührung kommt...

      So sehen die Ventile dann aus, wenn sie verkokt sind. Da braucht man kein Experte sein, damit man weiß dass das nicht wirklich optimal für den Motor ist...

      Bilder

    • Tank Otto reinigt schon bei Direkteinspritzern, aber effizienter wäre hier eine Behandlung mit dem BEDI Drosselklappenreiniger, bzw der großen BEDI-Reinigung.

      Meist sind die Ursachen von Rucklern, Zündaussetern etc. ni8cht die Verkokungen an den Ventilen und am Einlassbereich. Die steuern auch Ihren Teil bei, sind aber eher für mindere Leistung verantwortlich, da der Querschnitt verengt ist und die Luftströmung gestört wird.
      Überwiegend sind es verknasterte Injektoren. Wenn die aussen zugesetzt sind, sieht das erstmal übel aus, aber störend sind die inneren Verkokungen im Injektor. Wenn sich aussen was ablagert, geschieht das wie innen immer dann wenn der heisse Motor abgestellt wird. Dann setzt sich Ruß, Ölnebel, Spritreste ab und verknastern. Wird neu gestartet, wird aber durch den hohen Einspritzdruck der Knaster aussen mitgerissen.

      Tragischer ist das Innere. Im Injektor sind kleine Reservoirs von Sprit. Wird der Motor abgestellt, hast keine Kühlwirkung mehr durch den durchfliessenden Sprit.
      Folge: Der Sprit dampft ein. Zurück bleiben die festen Bestandteile die sich ausbilden. Dreck, Additive, etc. Mit der Zeit wird das immer mehr. Somit wird der Durchlass verengt und das Sprühbild ungünstig. Im Sprit sind ja auch immer minimale Anteile von Harzen etc. Alles zusammen kann den Effekt von Ruckeln, Zündaussetzern etc. verursachen.

      Und darum kann Tank Otto wirksam sein. Weil es von Innen wirkt. Wir haben schon einige Motoren wieder damit hinbekommen.
      Einfach eine Dose auf nen halben Tank geben. Dann immer mal kräftig Beschleunigen, auch mal stramm Autobahnfahren, auch mal bis kurz vor den Begrenzer.
      Runterfahren auf Viertel. Dann auf halb voll Tanken, und nochmals so fahren bis viertel. Dann normal volltanken.
      Ein Versuch ists wert und kostet nicht die Welt. Zudem schadet es nicht und reinigt. Auf alle Fälle tut man dem Motor was gutes.

      Die Ventile bekommt man so natürlich nicht effektiv sauber. Es wird etwas verschwinden, aber nicht alles wenn das krass zugekokt ist. Dadurch dass du immer Überschneidungen in verschiedenen Laststufen hast, bleibt immer mal ein Rest Additiv-Kraftstoffgemisch im Zylinder, was sich auf die Verkokung setzt und etwas löst. Sind blanke Stellen vorhanden, legen sich wie beim 2T-Öl einige Additivpartikel ab und haften, und erschweren das neuere Ablagern.
      Im Prinzip ähnelt das der residualen Abgasrückführung. Man stellt eine Überschneidung von Einlass- zu Auslass ein, somit bleibt Restgas im Zylinder und wird nochmals verbrannt, was die Emission herabsetzt. Beim VR6 wird das konsequent ab Werk umgesetzt.

      Die Steuerung der Nockenwellen
      Das Prinzip der Doppelnockenwellenverstellung wird beim 3,2-Liter-Motor zusätzlich um das Potenzial der kontinuierlichen Verstellung der Auslassnockenwelle erweitert. Der Verstellwinkel der Einlassnockenwelle beträgt 52° KW, der der Auslassnockenwelle hier erstmalig 42° KW. Die Grundposition beim Motorstart ist bei der Einlassnockenwelle auf spätes Ventilöffnen ausgelegt. Bei der Auslassnockenwelle war aufgrund des weiteren Verstellbereiches sicheres Starten in der Spätposition unter allen Betriebsbedingungen, besonders bei tiefen Temperaturen, nicht möglich. Daher wird der Auslassnockenwellenversteller mittels Sperrbolzen in der Position "frühes Ventilöffnen" mechanisch versperrt. Somit erfolgt der Motorstart unter allen Randbedingungen zuverlässig mit minimaler Ventilüberschneidung, die auch die beste Betriebsposition für den Leerlauf ist.
      Der erweiterte Verstellbereich der Auslassnockenwelle ergibt in Verbindung mit einer um 7°KW in Richtung "spätes Öffnen" verschobenen Grundposition einen maximalen Überschneidungswinkel von 47°KW gegenüber 19°KW bei den bisherigen Anwendungen. Dieser wird im Betrieb nicht voll genutzt, aber der Überschneidungsbereich wird nach spät verlagert. Statt des Ausschiebens des verbrannten Gases in den Einlasskanal und Rücksaugen in den Brennraum (reaspirative Abgasrückführung) wird der Verbleib eines Teiles des Restgases im Zylinder (residuale AGR) erreicht. Damit ergeben sich folgende Vorteile bei der internen Abgasrückführung (AGR).
      - Verbrauchseinsparung durch reduzierte Gaswechselarbeit
      - vergrößerter Teillastbereich mit Abgasrückführung
      - bessere Laufruhe
      - geringere Empfindlichkeit gegen Gemischschwankungen
      - Abgasrückführung schon bei kaltem Motor möglich

      Eine Reduzierung des Verbrauches um 4% gegenüber den bisher eingesetzten 3,2-L-Motoren und um 6,5% gegenüber dem 2,8-L-Basismotor wird in einem weiten Teillastbereich erzielt. Beim Betriebspunkt Pe=2bar/n=2000/min. beträgt der spezifische Kraftstoffverbrauch 360g/kWh.

      [customized] - NWT powered

    • Hey Leute, mal ein kleines Update: Ich war in einer freien Werkstatt, Zündaussetzer in Zylinder 3 und 4. Die haben dann ein Tank Otto ähnliches Zeug von Liquy Moly in den Tank gekippt und auch im Bereich der Drosselklappe mit einem Additiv gereinigt. Als ich den Wagen abgeholt hab durfte ich feststellen, dass er jetzt noch wesentlich beschissener läuft. War dann mal bei VW direkt und der Mech meinte, dass es gut und gerne die Einspritzdüsen sind.
      Ich hab heute mal zufällig die Rechnung vom Vorbesitzer bezüglich der gemachten Steuerkettenreperatur begutachtet, und da ist mir aufgefallen, dass der Nockenwellenversteller nicht gewechselt wurde. Der Wagen hat jetzt 100.000KM, die Steuerkette samt Spanner usw wurden bei ca. 78TKM getauscht.
      Wenn man voll auf Gaspedal latscht läuft er rund, auch im unteren Drehzahlbereich, aber sobald man das Gaspedal streichelt bzw der Motor im Leerlauf ist, hat er Zündaussetzer. Ab und zu läuft er für einen Moment (20-30 Sekunden) VÖLLIG normal, als wäre nichts gewesen. Warm ruckelt er noch eine Spur stärker, als kalt.
      Meine Frage: Müsste das ruckeln nicht auch bei Volllast eintreten, wenn der Nockenwellenversteller dafür verantwortlich wäre?