Ab 17. August 2005 sind Tachomanipulationen strafbar (max. 1 Jahr Gefängnis od. Geldstrafe)

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    • Ab 17. August 2005 sind Tachomanipulationen strafbar (max. 1 Jahr Gefängnis od. Geldstrafe)

      Tacho-Manipulationen ab sofort strafbar
      dpa BERLIN. Das Manipulieren des Auto-Tachometers ist ab sofort strafbar. Das teilte Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) unter Hinweis auf den schweren Busunfall im französischen Lyon vor zwei Jahren mit.

      Das gelte auch für gefährliches Rasen von Bussen und schweren Lastwagen, „wenn dies durch ein bewusstes Manipulieren an Geschwindigkeitsbegrenzern ermöglicht wird.“ Mit der Änderung des Straßenverkehrsgesetzes und anderer Vorschriften seien nunmehr zwei neue Straftatbestände geschaffen. Dabei gehe es um Fahrzeugsicherheit und Gebrauchtwagen-Betrug. Hierbei treiben Verkäufer nicht selten durch Veränderungen des Kilometerstandes den Verkaufspreis nach oben. „Käufer von gebrauchten Kraftfahrzeugen müssen sich auf den angezeigten Tachostand verlassen können“, verlangte Stolpe. Durch betrügerische Verfälschungen entstünden ihnen zusammen jährlich jedoch viele Mill. Euro an Schäden. Dies sei kein Kavaliersdelikt.

      Beim Ausschalten von Geschwindigkeitsbegrenzern „werden sogar Gefahrensituationen für Leib und Leben der Reisenden in Kauf genommen“, empörte sich der Minister. „Menschen, die um eigene Vorteile zu erzielen, bedenkenlos Sicherheit und Leben anderer in Gefahr bringen, werden ab heute hart bestraft.“

      Beim Busunfall in Lyon verunglückte der Bus auf regennasser Straße und bei schlechter Sicht und fuhr zeitweise weit über 110 Stundenkilometer. Möglich gewesen sei dies gemäß den Untersuchungsergebnissen dadurch, dass der Geschwindigkeitsbegrenzer außer Betrieb gesetzt worden sei, so das Ministerium. Zu hohe Geschwindigkeit und Sicherheitsmängel waren als Ursache für das Busunglück mit 28 Toten, darunter elf Deutsche, ausgemacht worden.

      Handelsblatt 18.August 2005
      handelsblatt.com/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!205910,205919,946396/SH/0/depot/0/ (Link kopieren und in Adresszeile einfügen)








      Tachomanipulation


      Seit dem 17. August ist es amtlich: Wer Tachos manipuliert, um den Eindruck zu erwecken, ein Fahrzeug habe bei weitem weniger Kilometer auf dem Buckel, muss künftig mit bis zu einem Jahr Gefängnis oder einer entsprechenden Geldstrafe rechnen.



      © adac
      Der ADAC, der diese Gesetzesänderung schon seit langem gefordert hat, ist sicher, dass damit Betrügereien mit manipulierten Tachometern ein wirksamer Riegel vorgeschoben wurde.

      Erste Erfolge des neuen Gesetzes sind auch schon sichtbar: Zwei führende deutsche Anbieter auf dem Gebiet der Tachojustierung sind mit ihrem Firmensitz in die Niederlande ausgewichen. Dort ist das Tachotricksen noch legal. Auch die Werbung für diese fragwürdige Dienstleistung ist deutlich zurückgegangen.

      Trotzdem wird es noch Jahre dauern, bis man sich beim Gebrauchtwagenkauf wieder auf den angezeigten Kilometerstand verlassen kann. Der Altbestand von Fahrzeugen, an denen bereits manipuliert wurde ist auf Jahre hinaus riesig.

      Der ADAC warnt übrigens gleichermaßen Werkstätten und Autofahrer, bei der Reparatur eines defekten Tachos nachträgliche Korrekturen vorzunehmen. Auch das ist nach dem Gesetz künftig verboten.

      Wer einen defekten Kilometerzähler nicht gleich reparieren lässt, macht sich zwar noch nicht strafbar. Der ADAC warnt aber Werkstätten und Autofahrer bei der Reparatur eines defekten Tachos nachträgliche Korrekturen vorzunehmen. Auch dies ist nach dem Gesetzeswortlaut streng genommen verboten.

      GMX
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