Erfahrungsbericht nach 2.000 km im IVer Variant FSI

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    • Erfahrungsbericht nach 2.000 km im IVer Variant FSI

      ...da ich recht wenig bisher zu diesem Thema finden konnte, hier ein kurzer eigener Erfahrungsbericht nach den ersten 2.000 km mit einem IVer Variant 1.6 FSI.

      Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass es weder eine Spaßmaschine noch eine Spaßbremse ist.

      Lebendig wird der FSI jenseits der 3.000 Umdrehungen. Gerade das erfordert in der ersten Zeit etwas Eingewöhnung, sprich das Überwinden hoher Drehzahlen. Ich fuhr vorher einen Volvo 245 mit einer 2.3 Liter Maschine, die seltenst mal über 3.000 drehen musste um Leistung abzurufen. Hat man aber erstmal den Respekt vor dem Drehzahlmesser verloren, kann der Motor richtig Spaß machen.

      Der Verbrauch entwickelte sich bisher wie folgt. Bei gemischter Fahrweise etwa 8 Liter im Mix, bei reinen Stadtfahrten, bei denen man stets im niedrigeren Drehzahlbereich bleibt ca. 6 Liter und bei konstanter Reisegeschwindigkeit von ca. 140 kmh etwa bei 6,5 Litern. Dabei fahre ich nicht gerade verbrauchsbewusst. Sprich diese Verbrauchswerte werden weder nach oben oder unten hin "provoziert". Ein in der Familie parallel laufender 1.6 SR braucht bei gleichen Bedingungen ca. 2-3 Liter mehr. Allerdings kann man das nur bedingt vergleichen, da der SR ein Automatikgetriebe hat.

      "Hochgeschwindigkeittests" haben bisher folgendes gezeigt. Bis Tacho 180 kommt er in der Ebene (also ohne den berühmten bergab-Rückenwind Effekt) mühelos. Dann braucht es etwas Anlauf und die Nadel bleibt zwischen 200 und 220 stehen. Drehzahl liegt dabei bei etwas über 5.000 min. Der Motor klingt und wirkt dabei aber nicht angestrengt und brummt recht angenehm vor sich hin. Gerade in Verbindung mit einer Edelstahlanlage entwickelt die Maschine meiner Meinung nach eine sehr angenehme Geräuschkulisse. Im Stand dagegen ist er sehr zurückhaltend und arbeitet kaum hörbar und vibrationsfrei.

      Nur mit mir beladen schafft er relativ anspruchsvolle Steigungen (wem es etwas sagt, die Saalburgstrecke) im 5. Gang bei knappen 2.000 min mit ca. 110 kmh. Was in meinen Augen erstaunlich war, denn das hat selbst der Volvo mit seinen 2.3 Litern nicht gepackt. Beladen sieht das natürlich anders aus. Da schafft es der 5. Gang nicht, die Maschine bei Laune zu halten. Im 4. klappt es jedoch problemlos. Soll es noch zügigier sein geht auch der 3. nur dann bitte die MFA nicht auf Momentverbrauch schalten und den Drehzahlmesser zudecken ;-). Subjektiv wirkt aber auch dabei die Maschine nicht überfordert.

      Einziger bisher bemerkter größerer Nachteil ist ein relatives Drehmoment-Loch beim Hochschalten von Gang 2 in 3. Im Stadtverkehr fällt das so gut wie gar nicht auf, bloß eben beim schnelleren Beschleunigen merkt man es. Einzige Lösung zum Kompensieren des Problems ist, den 2. bis an 4.000 ausdrehen um dann im 3. relativ nahtlos im oberen Drehzahlbereich weiterfahren zu können. Dann ist auch dieses Loch nicht weiter schlimm. Das Herantasten an dieses Problem hat jedoch manchen Fluch gekostet ;-). Ausgezeichnet hingegen ist der Zug im 2. Gang ohne jegliches Loch. Da kann er fast mit einem TDI konkurrieren...perfekt gelöst!

      Als Fazit kann ich bisher sagen, dass ich den Kauf nicht bereue. Hat man erstmal die Funktionsweise der Maschine begriffen und sich mit dem Drehzahlmesser angefreundet, macht die Maschine richtig spaß und entlockt einem dabei an der Tanke auch manchmal ein kurzes Grinsen. In diesem Zusammenhang schade, dass die Maschine nicht mit einem größeren Hubraum kombiniert wurde. Die Kombination aus FSI und niedrigeren Drehzahlen hätte sicherlich noch größere Verbrauchsvorteile gebracht und wäre weniger Nervenaufeibend für jemanden, der Regionen übe 3.000 min nur aus der Formel 1 kennt ;-).

      Dennoch kann ich Interessenten die Maschine empfehlen.

      Vielleicht hilft das ja jemandem ein wenig bei der Kaufentscheidung ;-)!

      Viele Grüße

      Mirko