Drei Gründe, warum so viele Menschen den Golf V lieben

Auch zehn Jahre nach dem Ende der Produktion hat der Golf V in Deutschland noch viele treue Anhänger. Auf den Straßen sind ebenfalls zahlreiche Modelle zu sehen, die von der glorreichen Zeit zeugen. Doch warum gibt es bis heute so viele Menschen, die am Golf V hängen? Wir möchten dieser besonderen Beziehung noch etwas näher auf den Grund gehen.

Technische Zuverlässigkeit in Perfektion

Zunächst gibt es sehr praktische Gründe, warum es der Golf V in Deutschland zu solch großer Beliebtheit brachte. Schon einige Monate nach der Markteinführung im Jahr 2003 waren die Menschen von der technischen Zuverlässigkeit ihres Autos begeistert. Nur selten kam es auf den ersten 100.000 Kilometern zu größeren Reparaturen, was für das gute Verhältnis von Preis und Leistung sprach. Dafür verantwortlich war die große Aufmerksamkeit, die dem Modell bereits in der Produktion geschenkt wurde. Der VW-Konzern sah sich in der Position, mit der Markteinführung eines zuverlässigen Modells auf der ganzen Welt um neue Kunden buhlen zu können. Besonders die politisch unsicheren Zeiten schufen bei vielen Menschen das Bedürfnis, zumindest in technischer Hinsicht eine gewisse Konstanz zu erleben. Durch die hohen Laufleistungen, die sich im Laufe der Jahre zeigten, konnte der Golf V noch in einer weiteren Perspektive überzeugen. Selbst Modellen mit Benzinmotoren gelang es, Laufleistungen von bis zu 300.000 Kilometern abzuspulen. Damit wurde die Kompaktklasse von VW auch für den typischen Vielfahrer zu einer passenden Alternative. Die Vergrößerung der Zielgruppe, welche auf diese Art und Weise zustande kam, sorgte auch für einen gesteigerten Absatz des Golf V. Dadurch ist zu erklären, dass bis zum heutigen Tage noch so viele Autos dieses Typs auf unseren Straßen in Deutschland zu finden sind.

Finanzielle Aspekte des Golf V

Weiterhin war es der Preis, welcher die Massen vom Golf V überzeugte. Je nach Art der Ausstattung war es bereits für weniger als 20.000 Euro möglich, sich zum Besitzer eines Modells des Fünfers zu küren. In vielen Fällen konnten die Käufer somit allein auf der Basis ihres Eigenkapitals einen Neuwagen erwerben. Über das Leasing und Autokredite war es zudem möglich, die höhere Ausstattung zu erwerben. Mehr Infos dazu finden Sie auf dieser Seite.

Grundsätzlich verbarg sich für VW dahinter der Versuch, die breite Masse von den Vorzügen des Golfs zu überzeugen. Wie schon beim Vorgänger Golf IV wurde eine breit aufgestellte Zielgruppe erreicht, welche vom Fahranfänger bis hin zum fest in die Berufswelt integrierten Arbeiter alle einschloss. Ebenso war es möglich, einige Extras für den Golf V in den Blick zu nehmen und dadurch eine Leistung von bis zu 230 PS zu genießen. In dieser Kategorie erhöhten sich die Neuwagenpreise auf bis zu 35.000 Euro. Dank der Erfüllung neuer Umweltvorschriften und dem geringen Bedarf an Reparaturen blieben auch die laufenden Kosten des Golfs in einem attraktiven Rahmen. Sie verbesserten das Verhältnis von Preis und Leistung zusätzlich und sorgten auf diese Weise für den gewünschten Ausgleich. Unter finanziellen Aspekten konnte der Golf V also ebenso überzeugen, wie es ihm zuvor auf dem Gebiet der Optik und Leistung am Markt gelungen war.

Der praktische Begleiter im Alltag

In der Tat gaben sich die Entwickler von VW große Mühe, um den Golf V so gut wie nur möglich für den Alltag zu rüsten. Auf dieser Grundlage wurde darauf geachtet, die Kapazität des Kofferraums zu erhöhen. Sie zählte zur damaligen Zeit zu einer der größten, die überhaupt in der Kompaktklasse unter Rücksichtnahme auf die Ästhetik erreicht werden konnten. Wer nicht aus individuellen Gründen auf den Kauf des Kombis angewiesen war, konnte somit bereits mit der Grundversion die wichtigsten Vorhaben in puncto Kapazität umsetzen. Hinzu kamen die großen Reichweiten, die mit nur einer Tankfüllung mit dem Golf zurückgelegt werden konnten. Umfragen zufolge war auch dies aus der Sicht der Käufer entscheidend, um sich für eine solche Investition zu entscheiden.

Zu Beginn war es dem Konzern jedoch nur in kleinem Maße gelungen, auch den Verbrauch beim Wechsel auf den Golf V zu senken. Gerade im Jahr 2003 kam es vermehrt zu Debatten über den hohen Verbrauch vieler Modelle. Tatsächlich war VW zu großen Teilen selbst dafür verantwortlich, dass diese Diskussionen in die Wege geleitet wurden. Denn mit dem Lupo befand sich noch immer ein Wagen in der eigenen Produktpalette, der dazu in der Lage war, einen deutlich geringeren Verbrauch auf die Straße zu bringen. Doch auch die Forderungen dieser Zielgruppe konnte der Autohersteller nach und nach erfüllen. Im Jahr 2007 entschlossen sich die Verantwortlichen dazu, den Golf BlueMotion auf den Markt zu bringen. Mit einem angegebenen Durchschnittsverbrauch von nur 4,5 Litern war dieser deutlich effizienter und wurde schnell in größerer Stückzahl abgesetzt. Der Aufpreis von weniger als 400 Euro, der für die Wahl dieser Variante notwendig war, trug ebenfalls zur großen Beliebtheit der neuen Version bei. Entscheidend waren neben der Reduzierung des Gewichts vor allem aerodynamische Verbesserungen, die beim Golf BlueMotion vorgenommen wurden. Auch Leichtlaufreifen trugen zur Verringerung des praktischen Verbrauchs bei. So kam es, dass sich schon bald auch die Wünsche nach einem geringeren Verbrauch beim Golf V erfüllten.

Die Wege zum Golf VI

Alles in allem gibt es also vielschichtige Gründe, welche den Golf V zu einem derart beliebten Modell machten. Dennoch bleibt zu beachten, dass die Konkurrenz in diesen Jahren besonders stark war. Auch markenintern gab es mit dem Golf IV ein Vorgängermodell, das um die Jahrtausendwende sehr häufig verkauft wurde. Selbst im Jahr 2008, als bereits der Golf V aus der Produktion ging, war die Zahl der zugelassenen Vorgängermodelle auf den deutschen Straßen noch immer auf einem höheren Niveau. Rein optisch orientierte sich allerdings auch der Nachfolger Golf VI sehr stark an den Maßgaben des alten Modells. Rein optisch wurde noch etwas mehr auf Dynamik und Sportlichkeit gesetzt, was den neuen Ruf des Golfs formen sollte, an dem VW bis zum heutigen Tage arbeitet. Auf der anderen Seite wurde die Palette der Varianten noch um ein attraktives Cabrio ergänzt, das preislich deutlich höher angesiedelt war. In diesen Punkten waren klare Vorteile zum Golf V zu erkennen, die am Ende auch dazu beitrugen, dass die Produktionszeit verkürzt und bereits im Oktober des Jahres 2008 beendet wurde. Dennoch ist natürlich bis heute an vielen Punkten zu erkennen, wie groß der Einfluss des Golf V auf die allgemeine Entwicklung war.

Fabian Fischer

ist Redakteur bei Autotuning.de, Tuningsuche.de sowie GolfV.de und zuständig für das Online-Marketing. Bereits bevor er lesen konnte, kannte er fast jedes Auto-Modell auswendig, egal ob von der Stange oder seltener Exot. Das hat sich auch bis heute nicht geändert! Wenn er nicht gerade voller Stolz mit seinem spanischen Flitzer, einem Seat Ibiza FR unterwegs ist, sucht er für euch ständig die spannendsten News rund um Autos und Tuning. Dieser Mann hat Benzin im Blut!

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