Potenzial für den Rüsselsheimer: Opel Astra K mit neuem Gewindefahrwerk

Schon auf den ersten Blick, eigentlich kein übles Gefährt. Der aktuelle Opel Astra K hat sich seit letztem Generationswechsel wirklich gemacht: Scharfe Falzen, moderne Linienführung an der Front und eine knackig abfallende Dachpartie. Als Konkurrent gegen VW Golf und Co. ist es für ihn aber nicht leichter geworden.

Frontansicht des Opel Astra K
Ein ewiger Kampf: Auch der Opel Astra K hat es schwer gegen die Konkurrenz aus Wolfsburg.

Mit der Leistung des Opel Astra K knapp am GTI

Ein bisschen neu erfunden hat er sich schon, der Opel Astra K. Doch nicht nur optisch wirkt der Rüsselsheimer aufgefrischt und futuristischer als je zuvor. Auch bei der Motoreneffizienz hat die Marke mit dem Blitz nachgelegt, man setzt konsequent auf reduzierten Hubraum von maximal 1,6 Litern. Ebenso beim aktuellen Topmodell, welches nahe an den GTI heranragt.

Kurvenjagd mit dem Opel Astra K
Seine Leistungsausbeute genügt wohl den meisten: Der Opel Astra K mit bis zu 200 PS.

Als Opel Astra K mit 1.6 EDIT ecoFLEX werden immerhin 200 PS sowie 300 Nm an Drehmoment über die Vorderachse gereicht. Wahlweise geht es mit Sechsgang-Handschalter oder Automatik auf eine Vmax von 235 Km/h. Mit manuellem Getriebe ist der Opel Astra K mit sieben Sekunden dazu recht flott auf Tempo 100. Wer statt der Kompaktlimousine auf den Sports Tourer setzt, muss allerdings mehr Zeit beim Sprint einplanen.

Heckansicht des Opel Astra K

Als Trostpflaster für das bisherige Nachsehen gegenüber dem stärkeren VW-Nebenbuhler dient wohl nur eins: Das Jahr 2018. Dann soll es den Opel Astra K auch als OPC-Variante mit 300 Pferden geben, wahrscheinlich ebenfalls auf 1.6-Liter-Motorbasis. Das spart zwar etwas Gewicht, dürfte als reiner Fronttriebler aber gegen das Topmodell Golf R nur schwer ausreichen.

Unterwegs mit dem Opel Astra K

Mehr Fahrdynamik durch neues Gewindefahrwerk

Doch nur an der Leistung sollte man auch den Opel Astra K nicht bemessen. Schließlich kommt der Rüsselsheimer ab Werk bereits angenehm sportlich daher. Dafür sorgt nicht nur das überarbeitete Design, sondern auch ein ausgewogenes Serienfahrwerk. Der damit verbundene Alltagskomfort ist ein wesentliches Merkmal, auf das auch renommierte Tuner ungerne verzichten wollen.

Mit dem neuen ST X Gewindefahrwerk bekommt der Opel Astra K ein hochwertiges Upgrade à la KW-Qualität zur Seite gestellt. Mit neuen Federn und Dämpfern soll der Komfort kaum beeinträchtigt, die Fahrdynamik aber spürbar gesteigert werden. Das gilt vor allem für Freunde der gepflegten Kurvenhatz, wo sich oftmals unschöne Wankbewegungen beim schnellen Lastwechsel auftun.

Das Paket von ST suspensions ermöglicht gemäß beiliegendem Teilegutachten eine stufenlose Tieferlegung zwischen 30 und 60 Millimetern. Und das sowohl vorn wie auch an der Hinterachse des Opel Astra K. Obendrauf gibt es vom Hersteller eine zweijährige Garantie auf das Produkt. Wem die Dämpfereinheit ab Werk hingegen genügt, kann auch allein die Tieferlegungsfedern verbauen – und in selbigem Rahmen seine Karosserie absenken.

Fotos: ST suspensions

Philip Hünteler

ist leitender Redakteur des Online-Automagazins Tuning-Stories.de, zudem schreibt er lebhafte Reportagen und Testberichte für AUTOTUNING.DE. Sein Herz schlägt vor allem für Fabrikate von Audi, BMW und Porsche.

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