Golf GTI 2.3 V5 OEM

  • Hallo Community,


    nun möchte ich Euch meinen nunmehr vierten Golf hier im Forum nicht vorenthalten! :love:


    Zunächst erkläre ich Euch den Hintergrund, wie es zu diesem Fahrzeug gekommen ist. Da ich schon seit klein auf Fan der VAG-Fünfzylinder bin, hatte ich immer den Traum einen Fünfzylinder zu besitzen. Das Modell ist mir prinzipiell bei diesem Wunsch sekundär gewesen. Ein Fünfzylinder neuerer Bauart (RS3 oder TT RS) fiel immer aus, da für mich solch ein Fahrzeug als alleiniges Alltagsauto zu unwirtschaftlich ergo auch zu teuer wäre. So wirklich habe ich mich nicht mehr mit dem Thema befasst, als mir dann vor ca. einem Jahr ein Fahrzeug angeboten wurde, welches ich dann ungesehen und ungefahren (!!) gekauft habe! Den Preis werde ich nicht verraten, das ist schon fast zu peinlich! Es war ein Golf 2.3 V5 MKB AGZ mit 150 PS und 157.000 km auf der Uhr. Besonders an dem Fahrzeug ist die Tatsache, dass er aus erster Hand stammt, tatsächlich noch bis zu dieser Laufleistung scheckheft gepflegt war und ALLE Dokumente wie Wartungslisten, HU-Berichte, Radiokarte, Bordbuch, Rechnungen und sogar die Neuwagenrechnung vorhanden waren. Natürlich gab es auch den (unbenutzten) Zweitschlüssel. Nicht nur das machte ihn so begehrenswert, auch die Tatsache, dass das Fahrzeug in exakt jenem Zustand war, wie er am 16.06.2000 ausgeliefert worden war, sprich es gab keinerlei Nachrüstungen, Änderungen oder irgendwelche Fehlteile!


    Also hier kurz ein paar Quick Facts bevor ich weiter schreibe:


    Golf 4 GTI 2.3 V5 3-Türer MKB AGZ 5-Gang Schaltgetriebe


    KM-Stand bei Kauf 157.000


    Black Magic Perleffekt


    Innenausstattung schwarz-blau


    Erstzulassung 16.06.2000


    Modelljahr 2001


    Sonderausstattung:


    Radio gamma
    Technikpaket


    Listen-Neupreis inkl. Überführungskosten 45.511,64 DM




    Und so habe ich ihn erstmals im Winter 2016 gesehen und vorgefunden:




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    Nun hatte ich mir also einen lang ersehnten Wunsch erfüllt. Die nächste Frage, die sich mir stellte, war, was ich nun mit dem Auto machen sollte. Schnell kam ich zu dem Entschluss, dass es ein Spaßauto werden sollte, welches nicht im Alltag bewegt werden sollte. Als Alltagsfahrzeug wird nach wie vor dieser Golf genutzt:



    Mein einzigartiger R-Line



    Obwohl schon starke Veränderungswünsche bestanden, habe ich mich dafür entscheiden, ihn weitestgehend in Originalzustand bzw. im OEM-Look zu lassen und ihn technisch und optisch fit zu halten, um ihn längerfristig ins Youngtimer-Alter zu überführen. Also wird es hier keine Stories über Fahrwerke oder Felgen oder HiFi geben, sondern eher über Karosserie, Technik und Konservierung des Ist-Zustandes. Auch wollte ich systematisch die typischen Probleme des Golf 4 vorsorglich abarbeiten....Dazu später mehr!


    Anschließend habe ich mich auf die kostenintensivere Varainte eingelassen, dass er ganzjährig angemeldet wird, so dass er auf Bedarf immer fahrbereit ist.


    Da ich noch einen gültigen HU-Bericht bis Juni 2018 hatte, konnte ich ihn problemlos anmelden. Dennoch war mir auf den ersten Blick klar, dass es erst diversen Reparaturen bedarf, um das Fahrzeug fahrsicher zu haben. Zu diesem Zeitpunkt bin ich das Auto noch nicht gefahren.... ;)



    Also wurden vorerst folgende Punkte im November 2016 abgearbeitet:



    - Vier neue Reifen (montierte Reifen waren von 2008!)


    - Dichtung Antennenfuss ersetzt (Die alte war nur noch in Bruchstücken vorhanden)


    - Eine Nabenabdeckung ersetzt, da eine fehlte


    - Bremsscheiben und Bremsbeläge Hinterachse ersetzt (Belagstärke war schlecht ebenso wie das Tragbild der Bremsscheiben)



    Dann bin ich zum ersten Mal gefahren....Dieses Gefühl der ersten Fahrt mit dem eigenen Fünfzylinder ist und bleibt einfach unbeschreiblich! Nachdem die erste Euphorie gewichen ist und man etwas objektiver und analytischer an das Fahrzeug ranging, konte ich folgendes festhalten:


    - Motor läuft recht sauber, allerdings mit sehr rauhem Leerlauf und wirkt etwas schlapp


    - Getriebe schaltet in allen Gängen sauber


    - Kupplung kommt sehr spät


    - Fahrwerk/Dämpfer sind dem Alter entsprechend noch ausreichend, keinerlei Poltern oder Knacken/Quietschen festzustellen.


    - Keine Kontrollampen aktiv



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    So weit, so gut! Die Überführung nach Hause stand an und zu Hause angekommen stand noch ein kurzer Funktionscheck aller elektrischen Bauteile an. an das Schiebedach habe ich mich bei winterlichen und nassen Bedingungen noch nicht rangetraut. Kaum hatte ich den Fensterheber auf der Beifahrerseite betätigt, ist die Scheibe auch sogleich mit einem lauten Krachen in die Tür gefallen... :thumbup: Also stand auch fest, dass auf kurz oder lang der Fensterheber auf der Fahrerseite vorsorglich getauscht werden wird.


    Als das Auto am nächsten Tag ind er Werkstatt war hatte ich nun auch die Gelegenheit ihn auf der Hebebühne von unten zu betrachten. Mit Wohlwollen stellte ich fest, dass es bis auf gebrauchsüblichen Flugrost keinerlei Rost an tragenden Teilen vorlag, ebenso lag kein Reparaturbedarf an Bremsschläuchen, Handbremsseilen oder Kraftstoffleitungen an. Auch hatte ich die Gelgenheit ausgiebig den Motorraum zu betrachten. Dabei fiel mir eine starke Ölfeuchte am Ventildeckel auf. Schnell konnte das Problem auf den Öleinfülldeckel und einen aufgequollenden Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung eingrenzen.


    Also wurden folgende Reparaturen durchgeführt:


    - Fensterheber Beifahrerseite instandgesetzt


    - Öleinfülldeckel ersetzt


    - Ölmessstab ersetzt (Griff war abgebrochen)


    - Wischerarm hinten ersetzt (Korrosion)


    - V5 Emblem im Kühlergrill verbaut (hatte der GTI ab Werk nicht)


    Schwierig geataltete sich die Beschaffung des Schlauchs der Kurbelgehäuseentlüftung, dieser ist über Originalteilevertrieb entfallen, als Gebrauchtteil aufgrund der Seltenheit nicht verfügbar. Glücklicherweise konnte ich ihn als Lagerware bei anderen Autohäusern besorgen, sprich ich habe gleich zwei bestellt! 8)



    Dann war es endlich soweit und ich habe ihn als verfrühtes Weihnachtsgeschenk am 21.12.2016 angemeldet.


    Nach anschließender Grundreinigung innen wie aussen stand er nun so vor meiner Tür!



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    Als nächstes habe ich vorsorglich eine Inspektion mit Ölwechsel und allen Filtern vorgenommen, auch habe ich bezüglich des unrunden Motorlaufs alle Zündkabel ersetzt.


    Dezember 2016



    - Ölwechsel durchgeführt


    - Pollenfilter ersetzt
    - Luftfilter ersetzt


    - Zündkerzen ersetzt


    - Alle Zündleitungen ersetzt


    - Glühlampe Heizungsbedienteil ersetzt (Beleuchtung fiel sporadisch aus)


    - Kühlmittelstand auf Minimum --> aufgefüllt


    - Wischerblätter vorne und hinten ersetzt


    - Beide Glühlampen für Abblendlicht ersetzt


    - Fehlerspeicher ausgelesen --> ABS/ESP-Sensor und Kühlmitteltemperaturgeber sporadischer Fehler --> gelöscht



    Im Rahmen der Inspektion fiel mir jedoch auf, dass der Ventildeckel und der Öleinfülldeckel wieder ölfeucht waren. Der Übeltäter war hier die Motorhaubendämmmatte, die sich durch den undichten Kurbelgehäuseentlüftungsschlauch mit der Zeit vollgesogen hatte. Also flog die Dämmmatte raus und siehe da, der vermeintliche Ölverlust war weg. Es wurde keine Neue verbaut, da wir in unserer Gegend häufige Marderschäden zu verzeichnen haben.


    Da ich die weiteren Ereignisse mit Bildern dokumentieren möchte, werde ich im nächsten Thread weitermachen, da ich nun die Grenze der Bilduploads erreicht habe. Ihr könnt gespannt sein...Anfang 2017 kam es ganz schön dick!


    Ich bin gespannt auf Eure Antworten!

  • @ Matzel. : Freut mich sehr...Danke!


    Also...nach wenigen hundert Kilometern (mehr waren es nicht, da im Winter 2016/2017 bisher der Golf nur auf Sommerreifen stand) leuchtete eines Tages kurz nach Motorstart die rote Kühlmittelwarnlampe. Sofort Motor aus, Kühlmittelstand geprüft...dieser war i.O., also habe ich mich getraut zu fahren. Auf zum nächsten typischen Golf 4 Problem. Nach der Fehlerspeicherauslese stand nun der Kühlmitteltemperaturgeber statisch im Fehlerspeicher. Also half nur ein Bauteilersatz. Eigentlich ist der Tausch kein Problem, problematisch ist beim VR-Motor wie bei anderen Motorproblemen auch (dazu später mehr...) konstruktionsbedingt die Reparaturfreundlichkeit. Der Vorteil des VAG VR-Motors, dass in der Kompaktklasse Motoren mit mehr als vier Zylindern in einer Frontantriebsstruktur verbaut werden können wird im Reparaturfall zum Nachteil. Mit Ach und Krach konnte ich den Geber ohne großartige Demontagearbeiten ausbauen. Der Einbau mit mit neuem O-Ring war dementsprechend schwieriger. Mir zugute kam, dass ich keine Klimaanlage habe, sodass im Thermostatgehäuse ein Blindstopfen verbaut war und der Geber zugänglicher ist als bei Fahrzeugen mit Klimaanlage.



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    Leider währte die Freude nicht lange. Das Thema Kühlsystem sollte mich weiterhin noch beschäftigen und mich auf Trab halten. Kurze Zeit später leuchtete die Kühlmittelwarnanzeige erneut auf und diesmal war der Kühlmittelstand im Ausgleichsbehälter unter Minimum. Ich füllte erstmal Kühlmittel nach jedoch bereits nach einem Tag war der Behälter wieder leer und unter dem Fahrzeug befanden sich dunkle Flecken. Nach einer Druckprüfung konnte ich erkennen, dass er das Kühlmittel am Thermostatgehäuse verliert. Auch fand ich Kühlmittelrückstände an einem Kühlmittelrohr und unglücklicherweise musste hierfür die Front ab. Dabei fiel mir auch auf, dass irgendwann mal das Sekundärluftsystem deaktiviert wurde, der Stecker von der Pumpe war abgezogen und fein säuberlich verstaut worden also kann man vermuten, dass die Sekundärluftpumpe defekt ist. Nach längerer Überlegung entschied ich mich dafür es dabei zu lassen und abzuwarten ob er so die nächste Abgasuntersuchung besteht. Bei der Sichtprüfung des Kühlsystems fielen mir auch Kühlmittelrückstande am unteren Schlauch des Ausgleichsbehälters auf. Die Ursache war aber nur eine Kleinigkeit...Die Schelle saß nicht korrekt. Trotzdem habe ich den Ausgleichsbehälter getauscht, da er so vergilbt war, dass der Füllstand kaum zu erkennen war.



    Kaum war alles erledigt kündigte sich die nächste Schwachstelle an. Die Zusatzkühlmittelpumpe krakeelte nur noch vor sich hin, also musste eine Neue her. In diesem Zuge fiel mir auch ein Einbaufehler auf. Die Alte war nur mit Kabelbinder befestigt. Ab Werk hat sie zwei Gummilagerungen mit Halter.


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    Februar 2017



    - Thermostatgehäuse inkl. Thermostat ersetzt


    - Kühlmittelrohr ersetzt


    - Schelle Antriebswellenmanschette vorne links innen ersetzt (Alte war nicht mehr vorhanden und hat Fett austreten lassen)


    - Gewinde Anntriebswelle instand gesetzt


    - Beide Federbeindomlager ersetzt (Knacken bei Fahrbahnunebenheiten)


    - Kühlmittelausgleichsbehälter ersetzt


    - Zusatzkühlmittelpumpe ersetzt




    Technisch war nun soweit alles im grünen Bereich so dass ein Original CD-Player aus dem VW-Zubehör verbaut wurde. Diesen habe ich sehr günstig in der elektronischen Bucht originalverpackt und neu von 2004 (!) gekauft. Auch wenn ich noch mit Kassetten aufgewachsen bin, muss das nicht mehr unbedingt sein! ;-) Der CD-Player wird anstelle des Ablagefachs verbaut. Der Einbau und die Verkabelung waren kinderleicht, nur ist durch den zusätzlichen Kabelbaum wenig Platz und man muss den Kabelsalat möglichst gut verstauen um die Geräte wieder vollständig im Radioschacht verriegeln zu können. Leider kann ich hier nur ein Foto im verbautem Zustand zeigen.


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    März 2017



    - Original Volkswagen Zubehör CD-Player verbaut


    - Lüftungsdüse mitte links ersetzt (Steg im Innern gebrochen)


    Nun kam das eigentliche "Drama", welches ich im vorherigen Beitrag bereits angedeutet hatte. Es fing mit einer vorab geplanten Reparatur an. Bekanntermassen leiden die VR-Motoren an gelängten Steuerketten. Bereits beim Kauf beschloss ich diese Reparatur kurzfristig durchzuführen, da ich das Auto auch länger fahren wollte. Seitdem ich die Grundsubstanz des Autos kannte, habe ich mit Teilebeschaffung und Reparaturplanung dann konkret begonnen. Klar war auch, dass eine neue Kupplung verbaut werden musste. Also war der Plan, dass das Getriebe zum Kupplungstausch ausgebaut wird und dann das Kettengehäuse frei zugänglich wird und in einem Abwasch die Steuerketten ersetzt werden können...Leider blieb hier der Wunsch Vater des Gedanken....Im nächsten Beitrag gibt es mehr!



    Vor dieser Reparatur habe ich versucht ein paar nette Fotos zu machen!


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  • @Matzel. : Danke Dir...Irgendjemand hat mir mal in einer Fernsehwerbung erzählt: "Mach es zu Deinem Projekt!" :D



    Nachdem das Getriebe ausgebaut war kam eigentlich das wirtschaftliche Todesurteil...Kühlmittelverkrustung zwischen Kopf und Rumpf....Zylinderkopfdichtung defekt! Na ja....eigentlich gab es wenig zu überlegen...Da ich nicht umsonst bisher viel Zeit, Arbeit und Geld investiert habe war schnell klar, dass repariert wird! Also musste der Motor doch raus! Ärgerlich war nun die Tatsache, dass ich mir die Mühen mit dem Thermostatgehäuse und Kühlmittelrohrtausch hätte sparen können....einfach ist langweilig...


    Dennoch war ich erleichtert zu sehen, dass der Motor absolut sauber war im Hinblick auf auf Ansaugkanäle, Ventile, Laufbild der Nockenwellen und der Zylinderlaufbahnen. Der Motor ist per se auf jeden Fall erhaltungswürdig und hat also definitiv eine Zukunft verdient.
    .


    Die erste Fahrt nach der Reparatur ließ mich denken ein vollkommen anderes Auto zu besitzen. Der Motor zeigt nun einen völlig anderen Lauf, beschleunigt mit sattem Durchzug und fühlt sich generell spritziger an. Der Aufwand hat sich in dieser Hinsicht gelohnt und für mich klares Indiz dafür, dass die Ketten bereits gelängt waren und die Steuerzeiten ebenfalls nicht mehr stimmten. Leider habe ich es versäumt zu prüfen, ob der V5 auch diesbezüglich in der Motorelektronik Messwerteblöcke zu Verfügung stellt.Vielleicht kann das hier jemand beantworten?



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    Mai 2017




    - Obere & untere Steuerkette inkl. Gleitschienen & Spannelement ersetzt



    - Kupplung ersetzt



    - Masseverkabelung instandgesetzt (im bereich des Anlassers durchgescheuert)



    - Zylinderkopfdichtung ersetzt



    - Motor vollumfänglich neu abgedichtet



    - Achsvermessung durchgeführt



    - Aussentemperaturfühler ersetzt (Kombiinstrument zeigte nur noch Striche an)




    Anschließend dachte ich über die ersten optischen Verbesserungen nach, doch erst stand die Hauptuntersuchung an im Juni an (Im ersten Beitrag habe ich mich in der Jahreszahl vertan, gemeint war Juni 2016). So wie sich meine Geschichte hier darstellt, ging dies erwartungsgemäß auch nicht ganz reibungslos über die Bühne...

  • Hallo erst mal. Schön das es noch Leute gibt, die sich solcher Fahrzeuge abnehmen und Sie erhalten. Ich werde das hier weiter verfolgen.

    Im Rallyesport wurde meine Vermutung bestätigt, dass ein Auto mit zwei angetriebenen Rädern nur eine Notlösung ist. (Walter Röhrl)


    Instagram: mario_d22

  • Ich kann mich @Matti. nur anschließen :thumbup:


    Zu der Steuerkettenproblematik: Welches Öl hast du eingefüllt?
    Ich weiß nicht, wie es beim VR5 ist, aber beim VR6 ist es sinnvoll, Zoran mal einen Besuch abzustatten ;) Sein NWT ist keine Leistungssteigerung im herkömmlichen Sinne, sondern eher eine Harmonisierung des Motors. Zudem wird (jedenfalls beim VR6) ein Steuerketten-Bug behoben und der Kühlkreis angepasst. Die VR Motoren sind bauart bedingt bekannt für ihre hohen Temperaturen. Wäre vielleicht eine Idee sich mit Zoran (Custom-Chips) auseinander zu setzen.

    Insta: boffboff_rs3
    AutoPro PHPS protected
    Bilstein B14 XL Tief Gewindefahrwerk

  • Ich kann mich @Matti. nur anschließen :thumbup:


    Zu der Steuerkettenproblematik: Welches Öl hast du eingefüllt?
    Ich weiß nicht, wie es beim VR5 ist, aber beim VR6 ist es sinnvoll, Zoran mal einen Besuch abzustatten ;) Sein NWT ist keine Leistungssteigerung im herkömmlichen Sinne, sondern eher eine Harmonisierung des Motors. Zudem wird (jedenfalls beim VR6) ein Steuerketten-Bug behoben und der Kühlkreis angepasst. Die VR Motoren sind bauart bedingt bekannt für ihre hohen Temperaturen. Wäre vielleicht eine Idee sich mit Zoran (Custom-Chips) auseinander zu setzen.

    Kühlkreis angepasst?
    Weißt du zufällig was da alles genau gemacht wird?

  • Kühlkreis angepasst?Weißt du zufällig was da alles genau gemacht wird?

    Das kann ich dir nur sagen, was ich im A3Q Forum dazu gefunden hab:


    Auszug NWT 2.0 zum Thema Kühlung/Temperatur:
    - Im Stand nicht mehr knapp 100°C Wassertemperatur
    - Leerlauf Wassertemp: Serie 102Grad / NWT 82Grad
    - (Serien-R braucht ca. 15s um runterzukühlen, ist ab Werk ab einer gewissen Geschwindigkeit auch so)
    - Zündwinkelrücknahme durch Wassertemp: -1,5Grad / NWT 0 Grad

    - Motor Kühlung besser ohne anzufetten


    Auszug NWT 3.0:
    zu den vorherigen Versionen wurde zusätzlich optimiert:
    - Thermomanagement nochmals optimiert, Kunststoff Bauteile werden weniger heiß


    Vielleicht kann @Paramedic_LU mehr dazu sagen?


    Wie gesagt, dazu kommt noch der Steuerketten-Bug-Fix

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    Bilstein B14 XL Tief Gewindefahrwerk

  • Details, bzw Stellschrauben im Genaueren kenn ich nicht. Nur das allgemeine. Aber wie das im Detail, sprich STG umgesetzt wird, keine Ahnung.
    Ich würde aber auf alle Fälle Zoran mal kontaktieren.

  • Ich kann mich @Matti. nur anschließen :thumbup:


    Zu der Steuerkettenproblematik: Welches Öl hast du eingefüllt?
    Ich weiß nicht, wie es beim VR5 ist, aber beim VR6 ist es sinnvoll, Zoran mal einen Besuch abzustatten ;) Sein NWT ist keine Leistungssteigerung im herkömmlichen Sinne, sondern eher eine Harmonisierung des Motors. Zudem wird (jedenfalls beim VR6) ein Steuerketten-Bug behoben und der Kühlkreis angepasst. Die VR Motoren sind bauart bedingt bekannt für ihre hohen Temperaturen. Wäre vielleicht eine Idee sich mit Zoran (Custom-Chips) auseinander zu setzen.


    Laut alten Inspektionsrechnungen des Vorbesitzers wurde immer brav 5W-40 gefahren. Ich habe mich zunächst für das Fuchs Titan GT1 5W-40 entschieden, werde aber beim nächsten Ölwechsel auf Mobil1 New Life 0W-40 umsteigen, welches ich auch in meinem 1.4 Twincharger fahre. Leider ist die Webseite von Custom Chips zur Zeit temporär, ich werde es beobachten!


    Eigentlich war die Hauptuntersuchung nur noch Formsache, denn in Sachen Fahrsicherheit war nun alles im grünen Bereich. Leider wurde mir die Plakette verwehrt, da der Dehnschlauch der Servolenkung undicht ist und ein leichter Hydraulikölverlust festzustellen war! Ärgerlich, da man in den letzten Wochen im Laufe der Motorreparatur gefühlte 50 mal an dem Schlauch vorbei ist... 8) Die Abgasuntersuchung wurde problemlos bestanden, also blieb ich bei meiner Entscheidung das Sekundärluftsystem deaktiviert zu lassen.


    Ich habe es erstmal so gelöst, dass ich die Leitung gereinigt habe und bei Wiedervorführung die Plakette erhalten habe! Bauteilersatz ist dennoch vorgesehen. Die Leitung liegt schon bereit. Habe sie gebraucht besorgt, denn das Neuteil ist erstens nicht mehr verfügbar und bei Classic Parts wird es in Gold aufgewogen!



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    Ähnlich ging es mir auch bei der unteren Türdichtung. Nicht zu bezahlen ergo ging ich zum nächstgelegenen Verwerter, dort habe ich sie geschenkt bekommen! Die Dichtung musste ich ersetzen, da bei sommerlichen Temperaturen sich dicke Fettklumpen der Hohlraumversiegelung den Weg aus der Tür auf den Schweller gebahnt haben! :D


    So langsam sah ich Licht am Ende der To-Do-Liste und konnte mich erstmals der Karosserie widmen. Zunächst wurde ein Bagatellschaden vorne rechts instandgesetzt, die Zierleiste, Teile des Stossstange und des Kotflügels rechts waren verschrammt, konnte ich per Smart-Repair erledigen lassen.


    Wenn man schon mal dabei ist wurde mir dann noch im Verkehr der Aussenspiegel auf der Fahrerseite abgefahren, so dass ich hier wenigstens kostenlos an Ersatz gekommen bin... :D


    Das Thema Soundtuning beim V5 ließ mich alsbald nicht mehr los. Ich kam zu dem Schluss, dass eine neue AGA im Hinblick auf den Fahrzeugwert nicht lohnenswert erscheint, also habe ich nach langem Durchforsten im Internet eine gute, gebrauchte Fox Komplettanlage zu einem echt annehmbaren Preis erstehen können. Musste die Endrohre reinigen, sonst war der Zustand echt okay. Als Heckansatz kam für mich der V6-Ansatz in Frage, da er soweit wie möglich nahe am Originalzusatnd bzw. im OEM-Style blieben soll, daher auch die recht dezente Ausführung der Endrohre.


    Problematisch waren allerdings die Anpassaungsarbeiten des Endschalldämpfers an den V6-Ansatz. Zunächst musste das Heckabschlussblech ausgeschnitten werden, um auch Platz für die Enrohre zu haben. Auch musste der linke Halter des ursprünglichen Heckansatzes nach rechts versetzt werden. Die Anlage hat sich unerwarteterweise fast von selbst eingebaut. Die meiste Zeit ging für das Anpassen des ESD an den Ansatz drauf. Da der V6 bedingt durch den Allrad eine andere ESD-Konstruktion hat, ist der Ausschnitt für die Endrohre etwas weiter rechts als bei den Frontantriebsmodellen. Umschweißen der Endrohre kam nicht in Frage, da die Endrohre bereits recht weit aussen angebracht waren. Also musste die verbaute ESD-Halterung dran glauben...und so wurde aus nem Stück Rundeisen eine individuelle Auspuffhalterung geschweißt! Der ESD passte zwar nun unter den Ausschnitt, allerdings schlug er nun am Unterboden an, also mussten noch diverse Schweißstifte am Unterboden gekürzt werden und das Hitzeschutzblcech bearbeitet werden. Leider gibt es vom Umbau keine Fotos, denn irgendwann nach 4 Stunden ist man so abgenervt, dass man keine Lust auf Bidler hat! Die Anlage hat sich mittlerweile eingespielt und der Sitz des ESD wird noch angepasst, so dass die Endrohre noch etwas weiter rein und nach oben kommen! Im Ergebnis sieht es nun so aus.


    Ein Soundfile habe ich Euch als ZIP angefügt.


    Soundfile.zip



    2.jpg3.jpg4.jpg5.jpg6.jpg7.JPG8.JPG




    Juni 2016


    - Hauptuntersuchung durchgeführt


    - Untere Türdichtung Beifahrertür ersetzt


    - Parkschaden vorne rechts per Smart-Repair instandgesetzt


    - Fox-Auspuffanlage ab Kat verbaut


    - Aussenspiegelgehäuse Fahrerseite ersetzt


    - Technische Änderungsabnahme Auspuffanlage durchgeführt


    - Brillenfach nachgerüstet