Mein Erstkontakt mit dem Golf 8, der Presse und der ganz großen Bühne.

  • Wie sich bereits bekannt habe ich als Repräsentant des meinGOLF.de-Forums am 24.10.2019 an der Weltpremiere des neuen Golf VIII teilnehmen dürfen. Da es sich für mich eine absolute Premiere handelte war die Spannung ziemlich groß. Um Euch einen Eindruck zu ermöglichen, wie ein solches Event abläuft möchte ich euch einfach mal meine Erfahrung schildern.


    Die Vorgeschichte:
    Die Veranstaltung ist exklusiv. Man wird eingeladen. In diesem Fall ging die Einladung an Arnold, der sie mir weitergeleitet hat. Unter einem Link konnte ich mich online registrieren und habe dann eine Eintrittskarte erhalten, die ich mir ausgedruckt hatte. Soweit so gut. Es folgte ein ausführliches Telefonat mit Arnold, wie eine derartige Veranstaltung abläuft, worauf ich achten sollte, welcher Dresscode herrscht, welche Taktik ratsam ist und was von mir erwartet wird.


    Also in den verbleibenden drei Tagen mein Hemd gebügelt, die Kamera geladen und rechtzeitig nach Wolfsburg gestartet.


    Die Ankunft:
    Die Autostadt kenn ich als Jahreskartenbesitzer ganz gut, das Veranstaltungsgebäude war allerdings neu errichtet worden. Ich habe entsprechend der Anreiseinformationen auf Besucherparkplatz 2 mein Auto abgestellt. DSC_0004.JPG


    Auf den Shuttleservice habe ich mal verzichtet. Die wenigen Meter schaffte ich bei bestem Wetter auch zu Fuß. Bei Ankunft am Eingang kam jedoch wegen der schwarzen Touareg, Arteon und Multivan, dem roten Teppich und dem im Design der Veranstaltung gestalten Eingangsportal ein Gefühl von Exklusivität und die Gewissheit auf, dass es Volkswagen wichtig ist, dass diese Veranstaltung von den Besuchern auch genau so empfunden wird.
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    Einen kurzen Moment verweilte ich noch, den Blick auf die vier Schornsteine des Kraftwerks gerichtet bevor ich eintrat.
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    Die Eintrittskarte wurde gescannt, es gab ein Armbändchen und ein alkoholfreies Getränk im Foyer. Blick in die Menge. Etliche Menschen, aber keine Massenveranstaltung. Kellner verteilen Snacks und weitere Getränke. Viel Personal.


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    Vom passend zum Thema dekorierten Foyer zieht es mich in den Veranstaltungssaal. Dieser wird von einer sehr breiten Bühne dominiert, Bars am linken und am rechte Ende der Plätze für das Publikum, welche mit kabellosen Empfängern für die Simultanübersetzung ausgestattet waren.



    Der Ablauf
    Auf der besagten Bühne standen bereits Autos. Keine neuen, sondern gute Bekannte. Es wurden Exemplare der Generationen eins bis sieben von Volkswagen Classic aufgefahren. Alle in tadellosem Zustand und in Silber. Als ich vor dem Fünfer stand konnte ich mir den Gedanken nicht verkneifen, dass ich also auch auf der Bühne hätte parken können, was mich zu einem Grinsen veranlasste.
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    Der Saal füllte sich mit Leuten. Die Liveübertragung im Internet begann um 18:30, auf den Leinwänden wurden Interviews von der Bühne und vom Rote Teppich ebenfalls übertragen. Einstimmung auf den neuen Golf durch Rückblick auf die Geschichte des Modells. Giorgio Giugiaro als Designer des Golf 1 war sogar persönlich anwesend.
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    Dann sprach Herr Dries über die enorme Bedeutung des Golf für die Marke Volkswagen und den Konzern. Das Publikum lauschte gespannt.


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    Die Spannung stieg dann immer weiter und weil ich das als sehr schön empfunden habe lasse ich Euch daran teilhaben, schließe mit ein paar weiteren Impressionen und verspreche, dass ich hier natürlich weiter berichten werde!

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  • Es folgte eine recht beeindruckende Tanz, Licht- und Lasershow. Plötzlich der Moment, als der Golf 8 von links nach rechts hinter dem transparenten Vorhang hindurch fuhr. Gänsehaut, kurz aber spürbar. Da war er also. Der neue Golf.
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    Dann ging es zunächst mit Musik und Licht weiter, ohne Golf. Weitere Exemplare des neuen Modells wurden positioniert und, der Vorhang lichtete sich. Ralf Brandstätter sprach dann über die bedeutsamen Fortschritte in der Entwicklung der (konventionellen) Antriebe. Aber auch von der Einmaligkeit der Fans des Golf. Das hat er schon recht gut eingeschätzt.


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    Dann musste auch Jogi Löw noch etwas schwärmen, er sei bereits mit dem neuen Golf gefahren und hat die Mitarbeite in der Produktion besucht. Man merkte ihm an, dass es ein Pflichttermin beim Sponsor ist. Aber er hat sich tapfer geschlagen.


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    Es folgte das Gruppenbild mit Vorstand.


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    Letzter Akt vor dem erlösenden Moment, die Autos wurden für die Medienvertreter freigegeben. Arnold hatte mich vorgewarnt, dass es dort bisweilen recht ruppig zugehen würde. Ob ich unter die Räder kam oder den Wölfen zum Fraß vorgeworfen wurde erfahrt ihr später, im nächsten Teil.

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  • Da ich hier ausführlich berichte habe ich es offensichtlich unbeschadet überstanden. Es ging dann relativ gesittet zu, das anfänglich Gedrängel war zumindest von einem Mindestmaß an gegenseitigem Respekt geprägt. Also die Gelegenheit genutzt, um mich ums leibliche Wohl zu kümmern. Der Blick auf die Bar.
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    Und mit dieser Taktik stand ich nicht allein da.


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    Noch ein Blick auf die Technik, die Kamera für die Aufnahmen zum Live-Stream.
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    Und nun zum Essen:


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    War alles lecker und dank der kleinen Portionen konnte man auch von allem probieren, ohne sich zu überfuttern. Gut so, denn eigentlich war mein Projekt ja die Sache mit dem neuen Golf.


    Der Blick zur Bühne:
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    Also anpirschen und mitmischen.


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    Auch die Prominenz aus Film und Fernsehen traute sich nun an die Autos.


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    Sehr gut wurde auch das freie WLAN angenommen, dass den Upload von Bildern und Videos in einer sagenhaften Geschwindigkeit zuließ, obwohl zahlreiche User gleichzeitig die Uploadrate strapazierten. Es war VW offensichtlich wichtig, dass die Bilder und Filme schnell im Netz landen.


    Wie der Abend zu Ende ging und meine näheren Eindrücke vom neuen Golf folgen. Versprochen.

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  • Ehrfürchtig betrat ich also die Bühne. Es waren weniger die Prominenten und die Führungsriege von VW als vielmehr das Gefühl, zum auserlesenen Kreis derer außerhalb des Unternehmens Stehender zu gehören, die den neuen Golf als erstes unter die Lupe nehmen dürfen. Da man zuvor ja noch die Bedeutung des Modells für die Zukunft des Konzerns betonte trug sicherlich auch dazu bei.


    Da stand er nun vor mir. Oryxweiß, R-Line, eTSI mit DSG. Als Fünftürer - wie auch sonst. Den Rucksack am Hinterrad bitte ich zu entschuldigen, es war nicht meiner.


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    Und da war er auch schon, der erste Wehrmutstropfen. Wenngleich ich mir niemals einen Dreitürer kaufen würde - viel zu sehr schätzte ich den Nutzwert der hinteren Türen bereits, bevor ich Babyschalen auf Rücksitzen befestigen oder Kindern beim Anschnallen helfen musste - bedauere ich es doch für viele, die dem Dreitürer aus optischen Gründen den Vorzug gaben. Und irgendwie war es ja auch die Vielseitigkeit des Golf, die über Generationen hinweg seinen besonderen Charme mit bestimmte.


    LED Scheinwerfer und Rückleuchten hatten alle fünf Exemplare auf den Bühne - wenn man den Aussagen trauen darf wohl Serienausstattung.
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    Auch hier eine absolute 180° Kehrtwende. Hat man bei VW beispielsweise bisher keinen unnötigen Meter Lautsprecherkabel ab Werk erhalten, wenn man keine Lautsprecher hinten bestellt hatte oder gab es praktisch für jedes Modell unterschiedliche Scheinwerfer (Golf III --> Doppelkammer, ab Golf IV --> Xenon, ab Golf VII FL --> Halogen/ LED/ DLA) steckt der Wagen nun ab Werk mit etlichen Features voll. Die positive Seite der Varianteneinsparung. Besonders grotesk wird es jedoch, wenn man auf die Technik schaut. Etliche Ausstattungen wie der Abstandstempomat oder das Navi, sollen wohl in jedem Auto hardwareseitig vorhanden sein und nur gegen Aufpreis ab Werk aktiv sein. Man kann etliche Ausstattungsoptionen wohl nach Belieben auch nachträglich freischalten lassen. Und damit das nicht der nette Forumskollege oder die freie Werkstatt mit dem VCDS macht hat VW sich natürlich was einfallen lassen. Zugriff auf die Steuergeräte erfolgt nur noch mit Echtzeittoken, den VW autorisierten Vertragswerkstätten online zur Verfügung stellt. Wirklich schade.


    Was dann den Zwiespalt in mir zum Höhepunkt trieb war der Innenraum.
    Der Weg dahin führt nicht am beleuchteten Türgriff vorbei. Ein Detail, das ich sehr schätze!
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    Die hochglänzenden Blenden an den B-Säulen tragen nun den Markennamen. Eine schöne Idee, die Identität schafft.


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    Dreizonen-Klimaautomatik (mit Bedieneinheit hinten): Serie (sicher auch, um die Variantenvielfalt eindämmen). Nur in GTE und R-Line zu sehen: die Schalensite.


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    Die sehen nicht nur gut aus sondern sind auch recht bequem. Ich nahm natürlich bei erster Gelegenheit Platz, um mir die Bedienung erläutern zu lassen.



    Was mir ebenfalls gut gefällt ist das Innenlichtkonzept. Hierzu werde ich mich nochmals gesondert äußern.


    Die Platzverhältnisse gleichen nach meiner Einschätzung denen im Golf VII, der Einstieg hinten ist minimal beschwerlicher, da die Dachlinie etwas stärker abfällt. Im R-Line hinten ein Gefühl der Beengtheit. Der Dunkle Himmel und die massive Rückenlehne machen sich optisch bemerkbar.


    Dann ist da noch die Sache mit der Motorhaube. Die wird gehalten von einer Stange. Das gab es zuletzt beim Golf III.


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    Zwei seitliche Fanghaken erinnern an Motorsportfahrzeuge, die Öffnung erfolgt wie gewohnt nach der Entriegelung im Inneraum über einen zentral über dem Markenemblem angebrachten Hebel, der nun zur Seite bewegt werden möchte. Und darunter - das neue Markenemblem.


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    Das sehr reduzierte und nur noch zweidimensionale Design entspricht wohl dem Zeitgeist. Ich habe mich noch nicht daran gewöhnt.


    Das hintere Pendant dient weiterhin als Öffner der Heckklappe und verbirgt die optionale Rückfahrkamera.


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    Darunter befindet sich nun erstmals beim Golf zentral angebracht die Typbezeichnung. Ich finde es gar nicht so schlecht, würde es ganz ohne aber bevorzugen.


    Mehr als zehn Bilder pro Beitrag kann ich Euch nicht anbieten, daher ist nun Schluss für heute. Aber ich habe noch mehr Meinung zum und noch mehr Fotos vom neuen Golf und die habe ich nicht vor, für mich zu behalten.

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  • Wirklich sehr schön geschrieben Ralf, man kann sich den Abend sehr gut ausmalen :thumbup:


    Die hochglänzenden Blenden an den B-Säulen tragen nun den Markennamen. Eine schöne Idee, die Identität schafft.


    Mal wieder der Beweis, dass die B-Säulen Blenden nur vom ansehen (oder vom Fotografieren) bereits Swirls/Kratzer bekommen ^^

  • Wirklich sehr schön geschrieben Ralf, man kann sich den Abend sehr gut ausmalen :thumbup:


    Mal wieder der Beweis, dass die B-Säulen Blenden nur vom ansehen (oder vom Fotografieren) bereits Swirls/Kratzer bekommen ^^

    Ich muss Dir zustimmen. Jedoch wurden die Autos auch permanent mit einem Staubpuschel, einem alten Lappen und irgendeinem merkwürdigen Detailer aufgefrischt. Mr. Swirl war sehr eifrig... wohlmöglich hat er die Swirls als Echtzeitperformance während der Vorstellung in die Blenden geschruppt!
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    Eigentlich wollte ich mich in diesem Beitrag mit dem Innenraum befassen... diesbezüglich sind drei Punkte zu beachten:
    -Das Bedienkonzept und das damit einhergehende Erscheinungsbild des Armaturenträgers.
    -Die Materialien und deren Verarbeitung.
    -Das neue Lichtkonzept.


    Sprechen wir zunächst über das Licht im Innenraum– irgendwie habe ich an diesem Thema ja so einen Narren dran gefressen...
    Es gibt nun LED Innenraumbeleuchtung für alle Ausstattungslinien (hier wieder ein positiver Effekt der Eindämmung der Variantenvielfalt).


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    LED Beleuchtung ist nun endlich auch ab Werk im Kofferraum und im Handschuhfach vorhanden.


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    Ebenfalls aus der Kategorie: „na bitte, geht doch“ – die Fußraumbeleuchtung im Fond. Diese ist auch Teil der umfassenden Ambientebeleuchtung. Neben den Dekorleisten (Auch in den hinteren Türen) können Lichtfarben der unteren Ambientebeleuchtung (Fußraum, Ablagekästen in den Türen und in der Mittelkonsole) frei gewählt werden.
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    Es sind favorisierte Kombinationen vorbelegt, die aber nach Belieben variiert werden können. Natürlich nur eine Spielerei aber definitiv ein Feature, dass nicht unerwähnt bleiben sollte.


    Eine Beleuchtung des Türinnengriffs ist nicht mehr vorgesehen.


    Was es ebenfalls nicht mehr gibt sind Türwarnleuchten. Ja, streng genommen gab es die auch schon im Golf V nicht mehr, aber bis einschließlich der Generation Sieben waren zumindest Reflektoren und eine passende Aufnahme in der Türverkleidung vorhanden, die das Nachrüsten der deutlich erleichtert haben.

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  • Sprechen wir nun über den Arbeitsplatz des Fahrers. Da ist sie also, die Kinoleinwand...
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    Virtual Cocpit ist Serie und geht scheinbar fließend in einen weiteren Bildschirm über, der oberhalb der Mittelkonsole im Sichtfeld des Fahrers angebracht ist. Dazu kommt ein Head-up Display, welches auch bei allen gezeigten Fahrzeugen verbaut war.
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    Ich bin als bekennender Fan analoger Uhren hier nicht objektiv. Ich würde eine frei Wahl des Tachos (wie beim Polo) bevorzugen, aber das steht dem Ziel, die Variantenvielfalt einzudämmen entgegen. Die Darstellung selbst ist natürlich nicht zu beanstanden, gut zu individualisieren und die Ablesbarkeit ist auch prima.
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    Die Tasten links vom „Tacho“ beinhalten die Bedienung von Licht und Heckscheibenheizung, in der Mittelkonsole sind auch ein paar rudimentäre Tasten um den Warnblinker angeordnet, um Menüpunkte direkt anzusteuern.


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    Das Design wirkt mit den weit unten angeordneten, breiten Luftausströmern ungewohnt und verglichen mit den früheren Generationen leicht.


    Vermutlich kann man sich schnell an die Bedienung per Menüsteuerung und Sprachbefehl gewöhnen. Viele Funktionen stellt man einmalig ein und braucht dann selten etwas zu ändern.


    Aber ich mag Schalter und Drehregler, die sich massiv anfühlen, die eine haptische Rückmeldung geben und ein der Hand einen wertigen Eindruck machen. Das würde mir schon fehlen. Auch die Bedienung des DSG über einen Mini-Stummel ist schon sehr reduziert. Der Handbremsgriff ist ja schon beim Golf VII entfallen.


    Dann das Lenkrad in neuem Design. Wenigstens zwei verschiedene Volants sind verfügbar, eins hat echte Tasten, das andere auch eher eine Touch-Oberfläche. Bedienung ist bei beiden nicht intuitiv, da bei der Anzahl der Funktionen aus meiner Sicht überzogen wurde. Den Abstandstempomat auf einen gesonderten Lenkstockhebel zu legen hätte hier für aufgeräumtere Lenkräder gesorgt. Auch die Optik sagt mir – wie schon beim Golf VII – nicht sonderlich zu. Schade, dass auch R-Line und GTE kein schöneres Exemplar bekommen haben, wie es beispielsweise noch beim Siebener der Fall war.


    Auch für Lenkrad und Armaturenträger gilt, dass die Auswahl der Materialien und die Verarbeitung den Erwartungen an einen Golf entspricht, oder diese sogar übertrfft. Ich hoffe, dass dies nicht dem Umstand geschuldet ist, dass es sich um Fahrzeuge für die Präsentation handelte.


    Auch schade: der Rahmenlose Spiegel war nicht mehr anzutreffen.


    Neu im Design auch der Fahrzeugschlüssel.
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    Auch hier taucht natürlich das neue Emblem auf und die Tasten sind nur noch wie berührungsempfindliche Flächen ausgestaltet. Sieht mit dem Metallrand aber auch sehr wertig aus und fühlt sich gut an. Dass man jeden Fingerabdruck darauf sieht bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung.

    Dateien

    • DSC_9052.JPG

      (269,94 kB, 4 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • DSC_9053.JPG

      (229,55 kB, 4 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

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    3 Mal editiert, zuletzt von Ralfer ()

  • Der Innenspiegel ist ja mal ein Rückschritt, von Komplett Rahmelos im Golf 7 Facelift jetzt wieder zum Spiegel mit Plastik Rand ;(


    Aber schön das endlich ein richtiges Haedup Display eingezogen ist, nicht diese Plastikscheibe ausm Passat und Tiguan :thumbup:

  • Um das Thema Innenraum abzuschließen nun noch ein paar Fotos, die mein durchweg positives Statement zu den verarbeiteten Materialien untermauern sollen:
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    Auf den letzten beiden Bildern sind zwei Details, die ebenfalls zum Thema "Digitalisierung" passen. An den Rückseiten der Vordersitze sind neben dem einen großen Fach unten nun auch zwei kleine Taschen oben angebracht, ideal um Handys einzustecken. In der Mittelkonsole sind auch hinten zwei beleuchtete USB-C Anschlüsse vorhanden. Nicht nur ein sehr nützliches Gimmick sondern auch eines der wenigen Teile, dass sich vermutlich mit vertretbarem Aufwand in frühere Golf-Generationen übernehmen ließe... ich habe da so eine Idee.


    Und damit schließt sich hier auch der Kreis. Der Abend neigte sich für mich dem Ende, die Heimfahrt rief. Erneut zu Fuß begab ich mich auf den Weg zurück zu meinem Golf, sozusagen dem Ur-Großvater des Neuankömmlings.


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    Bleibt die Frage: würde ich mir einen Golf 8 kaufen? Noch nie habe ich mich so unmittelbar nach dem Erscheinen mit einer neuen Generation Golf auseinandergesetzt. Trotz etlicher genannten Kritikpunkte halte ich den Golf 8 nach wie vor für ein gelungenes und rundes Produkt. Im Augenblick würde mich das Bedienkonzept noch abschrecken, aber letztlich ist das halt die Zukunft, der man sich nicht auf ewig wird versperren können. Also ja, wenn ich ein neues Auto brauchen würde, wäre der Golf 8 ohne Zweifel in der engsten Auswahl.


    Volkswagen tritt hier den Beweis an, welchen Stellenwert der Golf für die Marke hat. Man hat die Messlatte in Sachen Materialien, Verarbeitung und Innovation für diese Fahrzeugklasse recht hoch angelegt, sodass man auf weitere Generationen Golf hoffen darf.

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    Zu dem Thema muss man aber auch sagen, dass jedes Fahrzeug mit diesen Leisten, egal ob Mercedes, VW/Audi oder BMW, diese Probleme hat ^^


    Ich muss sagen, dass mir das VC deutlich besser gefällt, als ich im Vorfeld dachte. Viel besser als das häßliche AID, aber dennoch nicht so schön wie das aus den neuen Audi Modellen.


    Vielen Dank für den Bericht :thumbup:

  • Sehr schöner Bericht danke dafür. Aber wieder typisch Ralf das Auto ist noch nicht auf dem Markt und er will schon wieder Teile in den 5er verfrachten :thumbsup:
    Zum Golf man müsste mal einen ein Stück fahren ansehen und probieren wie die Bedienung von der Hand geht um sich ein richtiges Urteil zu bilden.

    VCDS HEX-V2 vorhanden, für Codierungen oder Fehler auslesen im Raum Gera -> PN


    Es geht doch nichts über Bodenfreiheit

  • Sehr gut geschrieben, Ralf. Einen riesen Kompliment dafür.


    Alles in allem finde ich, dass viel zu viel Klavierlack verwendet wurde. Vor Allem um den Tacho herum. Der Rückspiegel ist auch nicht schön, und der DSG Stummel geht gar nicht. Ansonsten gefällt mir die Linienführung im Innenraum sehr gut.

    Gruß
    Andi


    Ich hab ein fettes Traum... einmal auf den Auto trauf, weischt

  • Danke @Ralfer für deine ausführlichen Berichte.
    Dein Schreibstil imponiert mir.


    Scheinbar hat VW wohl doch hier und da auf das "Gemecker" seiner Kunden gehört und nun endlich fehlende Ausstattungsdetails verbaut (Fußraumbeleuchtung hinten, Headup-Display, beleuchtete Leisten in den Türen hinten, überall LED Innenraumbeleuchtung)

  • Sehr schön geschrieben. Solche Events haben schon ihren Flair.

    • Auch ein sehr detaillierter Überblick über den neuen Golf. Von vorn ist er ein wenig rund, man muss sich dran gewöhnen, erinnert sehr stark an den Wechsel von Golf IV zu Golf VI. Ist aber nicht allzu schlecht gelungen. Die Schlitzaugen und wie sie komplett in der Form in die Stoßstange integriert sind erinnert ein wenig an Lexus oder Toyota, nur schöner.
    • Die Seitenlinie wirkt wie gehabt.
    • Das Heck, naja erinnert leider in seiner Plumpheit an die Golf V Badewanne, wird man sich nie dran gewöhnen können, wird aber mit den GTI- und Faceliftmodellen passend geliftet.
    • Der Innenraum ist für mich (da spricht aber auch ein Analog-Fan der halt lieber eine Automatikuhr als eine Smartwatch trägt) eine pure Enttäuschung. Der Effekt einer Fensterbank mit langem Display gefällt mir gar nicht, auch wenn es schöner als bei der Mercedes A-Klasse umgesetzt wurde. Für mich reicht das schon als absolutes Ausschlusskriterium, den Wagen werde ich wohl auch als Firmenwagen nicht akzeptieren. Die Verarbeitung ist wie immer gut, die Materialqualität wirkt aber enorm Rückständig. Die Zierleisten aus lackiertem Plastik, Rahmenloser spiegel fehlt, alles mit minderwertigem Vinyl überzogen, nicht mal Ziernähte und eine feinere Prägung auf der Oberfläche, das wirkt alles ein wenig nach 2003, als die Tuningszene Golf IV und Golf V Basismodelle mit Bildschirmen vergewaltigt hat. Der DSG-Hebel erinnert doch stark an die Miniaturversion das Porsche-Elektrorasierers von Braun, der jetzt im neuen 911er als Automatik-Gangwahlhebel missbraucht wird.
    • Die Features und die Motorenpalette entspricht eigentlich nicht meinen Vorstellungen, aber zum Start ist das ja leider immer so, VR6 soll aber soweit ich das gelesen habe, endgültig gestrichen worden sein.