Rettungsdienst? - Rettungsasisstent?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Rettungsdienst? - Rettungsasisstent?

      Hallo Leute,

      is jemand hier beim Rettungsdienst, weil ich möchte mich bewerben aber komme da nicht klar wo man sich genau bewribt. Gibts da extra schulen oder wie sieht das aus ? Kann mir jemand mehr infos geben wie die Ausbildung anfangen kann?

    • Hier zunächst einmal dasBerufsbild...

      schulische Ausbildungsstellen


      Als kleinen Einstieg dieser Text hier:

      Wie werde ich Rettungsassistent ?

      Rettungsassistent: der Traumberuf eines jeden "Rotkreuzlers" heißt es in den Medien. Aber bedenkt man die ganzen Gesetze, Vorschriften, die Aus- und Weiterbildung, die vor dem Erreichen dieses Berufstitels stehen, ist ein ganzes Stück Arbeit und Wissen gefordert. Im Folgenden soll nun der Ablauf der Ausbildung zum Rettungsassistent / zur Rettungsassistentin geschildert werden.

      Voraussetzungen
      Bestimmte Voraussetzungen sind für den Beruf des Rettungsassistenten nötig. Hierzu zählen beispielsweise der Hauptschulabschluss oder eine gleichwertig anzusehende, abgeschlossene Berufsausbildung. Des weiteren sind ein Mindestalter von 18 Jahren sowie die gesundheitliche Eignung vorgeschrieben.

      Die eigentliche Ausbildung erfolgt dann an speziellen Schulen der jeweiligen Rettungsorganisationen oder bei privaten Einrichtungen. Im Folgenden wird speziell auf letztere eingegangen.
      Als erster Schritt muss man sich bei einer der in Frage kommenden Schulen bewerben. Für die Auswahl der Schule empfiehlt sich ein Blick in entsprechende Rettungsdienstzeitschriften, in denen häufig eine breite Auswahl beworben wird, oder ins Internet. Außerdem können Gespräche mit fertigen Rettungsassistenten helfen.

      Ausbildung
      Nach der Aufnahme an der Schule, erwartet einen nun die eigentliche Ausbildung. Dieses wird durch das am 1. September 1989 in Kraft getretene Rettungsassistentengesetz (RettAssG) sowie die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (RettAssPrV) geregelt. Sie dient der bundeseinheitlichen Regelung der medizinischen Assistenzberufe entsprechend den Berufen der Krankenpflege und der Hebammen. Die Ausbildung soll entsprechend der Aufgabenstellung des Berufes als Helfer des Arztes insbesondere dazu befähigen,
      - am Notfallort bis zur Übernahme der Behandlung durch den Arzt lebensrettende Maßnahmen bei Notfallpatienten durchzuführen,
      - die Transportfähigkeit solcher Patienten herzustellen,
      - die lebenswichtigen Körperfunktionen während des Transports zum Krankenhaus zu beobachten und aufrechtzuerhalten,
      - sowie kranke, verletzte und sonstige hilfsbedürftige Personen, auch soweit sie nicht Notfallpatienten sind, unter sachgerechter Betreuung zu befördern
      (gem. § 3 RettAssG, Ausbildungsziel).

      Wer langfristig hauptberuflich im Rettungsdienst tätig sein möchte, muss die Ausbildung zum Rettungsassistenten absolvieren, da sich das Erscheinungsbild des bundesdeutschen Rettungsdienstes in den letzten Jahren dahin gehend geändert hat, dass inzwischen hauptsächlich Rettungsassistenten als Besatzung auf Rettungsfahrzeugen zum Einsatz kommen. Weitere Betätigungsfelder sind der Dienst in der Rettungsleitstelle oder die Übernahme von Führungsaufgaben im Rettungsdienst (z.B. als Rettungswachenleiter)

      Die Ausbildung erfolgt zumeist 1 Jahr in Vollzeit an der Schule und soll folgende Lernziele vermitteln:
      - Allgemeine medizinische Grundlagen der Anatomie/Physiologie, der Krankheitslehre, der Arzneimittel sowie der Hygiene,
      - Allgemeine Notfallmedizin,
      - Spezielle Notfallmedizin für internistische, traumatologische, thermische, neurologische, pädiatrische, gynäkologische sowie psychiatrische Notfälle,
      - Organisation und Einsatztaktik,
      - Berufs-, Staatsbürger- und Gesetzeskunde.

      Die Ausbildung gliedert sich dabei wie folgt:
      1. Jahr (theoretischer Teil):
      200 Std. Allgemeine medizinische Grundlagen
      200 Std. Allgemeine Notfallmedizin
      170 Std. Spezielle Notfallmedizin
      140 Std. Organisation und Einsatztaktik
      60 Std. Berufs-, Gesetzes-, Staatsbürgerkunde
      10 Std. Einführung in die theoretische und praktische Tätigkeit im Krankenhaus

      Innerhalb der ersten 6 Monate ist ein dreiwöchiges Praktikum im Rettungsdienst zu absolvieren.

      1. Jahr (praktischer Teil, Klinikpraktikum):
      60 Std. Allgemeine Pflegestation
      60 Std. Ambulanz /Notaufnahme
      180 Std. OP/ Anästhesie
      120 Std. Intensiv-, bzw. Wachstation

      Abschluss
      Den Abschluss bildet die staatliche Prüfung, welche aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil besteht:
      Der schriftliche Teil erstreckt sich auf die im Lehrplan enthaltenen Stoffgebiete und dauert drei Stunden.
      Im mündlichen Teil der Prüfung werden den Prüflingen Fragen aus den Stoffgebieten des Lehrplans gestellt. Sie werden in Gruppen bis zu fünf geprüft. Die Prüfung soll für den einzelnen Prüfling mindestens zehn und nicht länger als 20 Minuten dauern.
      Im praktischen Teil der Prüfung haben die Prüflinge anhand von drei ausgewählten Fällen zu demonstrieren, dass sie die gesetzlich beschriebenen Kenntnisse und Fertigkeiten beherrschen. Auf Verlangen der Prüfer haben sie Ihre Maßnahmen zu erläutern. Die Prüflinge werden einzeln oder zu zweit geprüft. Die Demonstration soll nicht länger als 15 Minuten je Fall dauern.

      Praktikumsjahr
      Im Anschluss folgt ein Jahr Tätigkeit im Rettungsdienst mit mindestens 1.600 Stunden Anerkennungspraktikum auf einer anerkannten Lehrrettungswache. Am Ende des Praktikums findet ein Abschlussgespräch mit einem behördlich beauftragten Arzt und dem zuständigen Lehrrettungsassistenten statt, um festzustellen, ob das Anerkennungsjahr erfolgreich absolviert wurde, oder ob es verlängert werden muss.

      Alternativen
      Alternativ zur Ausbildung an einer Rettungsdienstschule besteht auch die Möglichkeit des Fernstudiums.

      Außerdem gibt es auch eine Stufenausbildung, welche die Ausbildung zum/zur Rettungssanitäter/-in und die anschließende Weiterbildung zum/zur Rettungsassistenten/-in umfasst. Diese bietet sich vor allem für Interessenten an, die schon im Rettungsdienstumfeld tätig sind/waren (z.B. Zivildienstleistende).

      Manche Rettungsdienstschulen bieten inzwischen verstärkt auch europäische und internationale Ausbildungen an. Hierbei finden die Praktika häufig im - zumeist amerikanischen - Ausland statt und/oder die Unterrichtungen umfassen mehrere Sprachen.



      Anstelle der schulischen Ausbildung kannst du (zumindest hier in NRW) auch zur Feuerwehr gehen, allerdings erfolgt dann eine Anstellung zum Feuerwehrmann (dies beinhaltet jedoch auch die Ausbildung zum RettAss). Eingesetzt wird man dann später als Feuerwehrmann oder Rettungsassistent, je nach Schicht.

      Ich würde dir auf jeden Fall den Weg über die Feuerwehr empfehlen...allerdings brauchst du hier eine abgeschlossene Berufsausbildung.

      Wenn du weitere Fragen hast, meld dich nochmal...

      grüße
    • Original von Hexenmann
      Rettungsassistent: der Traumberuf eines jeden "Rotkreuzlers"


      Muahahaha :D:D:D

      Ja, das war früher bei mir auch mal so...für ein paar Jahre wars ganz nett, aber dann merkt man schon die ersten Begleiterscheinungen des Berufs: Familie, Freunde, Kreuzweh...

      Dann hab ich mich doch dazu entschlossen zu studieren, hier sehen die Arbeitsbedingungen, die Belastungen und nicht zuletzt das Gehalt doch ganz anders aus :)

      Hab aber immer noch sehr gern mit den Rettungsdienstlern zu tun...nicht zuletzt seid da lauter Miezen ihr FSJ machen :] :] :]

      War auf der RD-Schule von Incentive Med, kann ich nur weiterempfehlen...

      have fun,
      G3
      ...fährt heute nicht mehr, sondern lässt fahren :D
    • wennd du den weg über die feuerwehr wie oben beschrieben wählst, dann ist wie gesagt die berufsausbilung die vorher abgeschlossen wurde wichtig. ideal ist z.b. schlosser oder kfz-mechaniker oder viele andere handwerkliche berufe.

    • nen handwerklichen beruf mache ich grad nicht :P mache ne Ausbildung zum Altenpfleger. Also wenn ich das über die Feuerweh mache bin ich dann Feuerwehrmann und zugleich Rettungsassisten ?

    • "Feuerwehrmann" in dem Sinn gibts nicht, nennt sich Brandmeister-Anwärter ;)

      Rettungsassistent bist Du nach der oben beschriebenen Ausbildungsdauer und -art, sobald Du deine Anerkennungsurkunde vom zuständigen Regierungspräsidium erhalten hast :)

    • Salut!
      Tatütata da bin ich schon... Ich bin Rettungsassistent im praktischen Jahr! =) Also ich würde an deiner Stelle lieber nen ordentlichen Job suchen! Klar... der Job ich super [mein Traumjob] aber 1. wird man mit dem nicht reich 2. muss man die Ausbildung in 99% aller Fälle selber bezahlen 3. ist der Arbeitsmarkt überfüllt von RettAssis! :] Ausserdem ist der Beruf nicht besonders Gesundheitsfördernd... Patienten runter schleppen, Patienten hoch schleppen, Patienten aushelfen, Schichtdienst, etc... Wenn man nicht direkt am Anfang ordentlich aus den Knien hebt, dann hat man mit spätestens Ende 20 Probleme mit de Bandscheiben!

      Wie schon gelesen, besteht die Ausbildung zum RettAss [RettAss weil RA die offizielle Abkürzung für Rechtsanwalt wäre] aus 2 Abschnitten zu jeweils 1 Jahr! Im ersten Jahr hast du die Theorie und diverse Praktika und im zweiten musst du ein Anerkennungsjahr auf einer Lehrrettungswache ableisten! Plätze für letztes sind sehr schwer zu bekommen und in den meisten Fällen bekommst du nur einen Hungerlohn für das was du leistet!

      Alles in Allem ist der Beruf bzw. die Ausbildung zum Rettungsassistenten mit jeder Menge Kosten verbunden... 4000 Euro Schulgeld, wenig bis keine Vergütung fürs Anerkennungsjahr und dann noch den teuren C1-Führerschein, wenn du keinen alten Klasse 3 hast!

      Die beste Möglichkeit wäre, hart zu trainieren um bei den Brandapachen angenommen zu werden! Da wirst du für gewöhnlich auch zum RS / RettAss ausgebildet!

      Wenn du noch Fragen hast, dann schreib mich per ICQ an! =)

      Wenn du unbedingt Blaulicht fahren willst, dann geh noch Österreich! Wenn du da nicht gerade in der Hauptstadt bist, brauchst du nur nen Lehrgang von 1 - 2 Monaten, keinen großen Führerschein! Da fährst du dann aber auch nur zum Patienten hin, lädst den ein und rast ins Krankenhaus... so wie hier in Deutschland in den Frühen 80er Jahren!

      Nebeibei hier noch 2 gute Links zu Informationen!

      Berufsbild Rettungsassistent

      Und hier das passende Forum, wo ich auch ab und zu vertreten bin...

      Rettungsfachpersonal

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von klueser ()

    • Original von Oakley
      Oder "nur" Rettungshelfer und ballert mit nem Passat mit Blaulicht auf der Bahn :D


      Ja richtig! Das erinnert mich an meinen Zivildienst... Daihatsu YRC [oder wie das Dingen heißen mag] mit 90 PS und Automatik! Das Auto ist kleiner als nen Fiesta und ging mächtig gut ab! Wir hatten ne Rangliste mit Bestzeiten... Wache -> Labor Blut holen -> Krankenhaus! Ich bin immernoch auf Platz 1! :] Mittlerweile bin ich aber net mehr Stolz drauf!

      @Air2:

      Wieso willst du denn Retter werden? Hast du schonmal nen Praktikum in die Richtung gemacht? Als Aussenstehender sieht man das immer aus einer anderen Sicht... Cool bei Notruf haben die da mit dem Defi mal ordentlich drüber gebrutzelt und der Mensch war wieder da! Selbst viele Pfleger/innen im Krankenhaus haben ne ganz falsche Auffassung von dem Berufsbild... Da heißt es oft... "Magarethe... die Krankenwagenfahrer wollen wieder nen Transportschein!" :rolleyes::D
    • LOL...den spruch kenn ich auch...."nein der Arzt kann grad nicht, den T-schein faxen wir dann rüber"...zu blöd das wir das Orginal brauchen ?(

      P.s.: Unser Passi istn Vari, 130 ps, TDI, Automatik :D...wurde allerdings schon auf einer Blaufahrt auf der AB von nem BMW weggeblinkt 8o:rolleyes:

    • Original von Oakley
      Oder "nur" Rettungshelfer und ballert mit nem Passat mit Blaulicht auf der Bahn :D


      Wenn ich sowas lese weiß ich warum ich froh drüber bin, das in Hessen nur RAs auf's NEF kommen....Leute die es freut, mit Blaulicht über die Autobahn zu düsen, kannste im Einsatz leider absolut nicht gebrauchen :rolleyes:
    • Handelt sich hier nich um nen NEF sondern um nen MTD...selbstverständlich nimmt man es ernst! Sonst hätte man da nichts zu suchen, aber besser als mit grimmiger mimick die fahrt zumachen...abgesehen davon....wie kannst du davon ausgehen da nen RA besser oder anders fährt? Wenn du sehen würdest wie die hierrum fahren dann weißt du bescheid.... :rolleyes:

    • Original von Oakley
      Handelt sich hier nich um nen NEF sondern um nen MTD...selbstverständlich nimmt man es ernst! Sonst hätte man da nichts zu suchen, aber besser als mit grimmiger mimick die fahrt zumachen...abgesehen davon....wie kannst du davon ausgehen da nen RA besser oder anders fährt? Wenn du sehen würdest wie die hierrum fahren dann weißt du bescheid.... :rolleyes:


      Ich denke jemand, der als RettAss fest arbeitet ist geistig in 99.99% aller Fälle wesendlich reifer, als nen daher gelaufener Zivi, der gerade mal 4 Wochen PillePalle-Lehrgang hintersich hat und den er wäre der [Rettungs-]Rambo überhaupt! :] Ausserdem... wie lange haben die Zivis im MTD schon ihren Führerschein? 1 - 2 Jahre? TOP! Dann hat man ja schon genug Fahrpraxis für 200 mit HuiHui über die Autobahn / Landstraße oder durch die City zu fahrn! Das ist kein persönlicher Angriff gegen irgendwen... ich war mal in der gleichen Position als Zivi... mittlerweile lenke ich eher die großen roten eckigen Autos!

      Nebenbei... ich fahren morgen RTW in Remscheid! Mütter holt eure Kinder von den Straßen! :]

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von klueser ()

    • Es soll ja auch Zivis geben die a. ihren Führerschein mit 18 gemacht haben und b. diejenigen mit 22 in den Zivildienst treten :]

      Und das mit dem "geistig" halte ich mal für seeehr weit hergeholt =) Es soll RettAss geben die geistlich nicht grade auf der höhe sind! Ich will jetzt auch niemanden angreiffen oder so, ich bin natürlich auch der auffassung das jemand HA den Job "intensiver" bzw. "besser" machen muss als ein Zivi der eigenltich am liebsten die 9 Monate woanders verbringen würde als beim Bund/Zivildienst!
      Klar es steckt verantwortung dahinter und die muss sich jeder im klaren sein bevor er solch eine stelle antritt!
      Nur sehe ich dann als Kernproblem das man generell Zivis aus dem Fahdienst nehmen müsste....es geht sich ja nicht nur die noch so "tollen" Blaufahrten....beim BFD ist auch schon viel scheisse passiert...

      naja ich wander wieder ab vom Thema....also ich halte es immernoch für schwachsinn "Zivis" als "Rabmos" oder ähnl. zu betiteln...

    • Original von Oakley
      naja ich wander wieder ab vom Thema....also ich halte es immernoch für schwachsinn "Zivis" als "Rabmos" oder ähnl. zu betiteln...


      Soooo... wieder viel gerettet... Endlich Feierabend! =)

      Mit meiner Aussage von wegen Rettungsrambos bezog ich mich nicht nur auf Zivis... :rolleyes: Auch wenn man es falsch verstehen könnte meinte ich damit eigentlich alle... Angefangen vom Sanitätshelfer bis zum Rettungsassistenten oder gar Notarzt! In jedem steckt irgendwo nen Rettungsrambo, der geil auf Blaulicht ist und sich irgendwie durch seine "Arbeit" profilieren will! Bei manchem ist dieses Getue mehr, bei manchem weniger ausgeprägt! Gar grausig die Vorstellung, dass es einige Wenige gibt, die den ganzen Tag vor ihrem Funkscanner sitzen und wenn was los sein sollte, schnell dahin zu fahren, um helfen zu können bevor der RD vor Ort ist! Das sind meist die, die die geringste Ausbildung genossen haben und sowieso keine Peilung haben! Je höher der Ausbildungsstand, desto geringer die Anzahl der auffälligen Rambos! =)

      So und jetzt gut hier... spaßeshalber hat sich Air2 garnicht mehr zu dem Thread gemeldet!